Brake Die Würde des Menschen ist unantastbar: Ute Kittel vom Bundesvorstand der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi beruft sich auf das Grundgesetz, wenn sie faire Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit einfordert. Die 46-Jährige ist vom DGB-Ortsverband Brake eingeladen worden, um am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, über die Bedeutung von Arbeit, gutem Verdienst und die Notwendigkeit von Gewerkschaften zu sprechen.

Gewerkschaften sind heute wichtiger denn je, lautet ihre kaum verwunderliche Botschaft. Denn Deutschland, laut Kittel „eines, wenn nicht das reichste Land Europas“, sei „Spitzenreiter bei Lohndiskriminierung und Niedriglohnsektor“. Und das sei „keine Naturgewalt, sondern gewollt“. Dagegen müssten die Gewerkschaften kämpfen.

„Wertvolle Arbeit muss auch wertvoll bezahlt werden“, nimmt sie Unternehmer und Politik in die Pflicht. Die Einführung des Mindestlohns sei „ein guter Anfang“ gewesen, das Ziel aber sei damit noch lange nicht erreicht. Sie fordert Löhne, von denen Arbeitnehmer wirklich leben können, und eine Altersvorsorge, an der sich auch die Betriebe stärker als bisher beteiligen müssten.

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Wer wenig verdiene und womöglich noch aufstocken müsse, um über die Runden zu kommen, der habe kein Geld übrig für private Altersvorsorge, sagt Ute Kittel. Zudem würden geringe Einkünfte der Wirtschaft schaden. Denn nur, wer Geld habe, könne dieses auch ausgeben.

Die Gewerkschafterin fordert auch die Integration von Flüchtlingen. Voraussetzung dafür seien Ausbildung und Arbeit – aber keineswegs in Billigjobs.

Scharf kritisiert Ute Kittel in diesem Zusammenhang die Alternative für Deutschland (AfD). Diese grenze nicht nur Menschen aus, sondern kämpfe auch für Privatisierung, für den Abbau sozialer Sicherung und die Schwächung des Staates. Damit sei die AfD für Gewerkschaftler nicht wählbar.

Grußworte sprachen auf der Maikundgebung auf dem Postplatz am Montag Carsten Grümbel vom Arbeitslosenzentrum und Uwe Peglau, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes. Für Musik sorgte das BSW-Orchester unter Leitung von Thomas Schröder.

Der Vormittag hatte mit einem Gottesdienst unter Leitung von Pastor Dirk Jährig begonnen.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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