EINSWARDEN Als eine der letzten von 23 Firmen und Forschungsinstituten hatte die GMA-Werkstoffprüfung GmbH (Hauptsitz Düsseldorf) den Mietvertrag für das am 29. September eröffnete Technologiezentrum Nordenham unterschrieben. Damit wurde GMA sogleich zum zweitgrößten Mieter nach dem Flugzeug-Strukturen-Hersteller Premium Aerotec. Inzwischen ist bereits eine erste Expansion gelungen.

Mit elf Mitarbeitern ist GMA im Technologiezentrum in Einswarden gestartet. Heute zählt die seit mehr als 25 Jahren in der Werkstoffprüfung tätige Unternehmensgruppe dort 19 Beschäftigte.

In Einswarden hat die GMA-Gruppe ihren bundesweit neunten technischen Betrieb eingerichtet: ein Chemielabor und ein Labor für mechanisch-technologische Untersuchungen.

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Zwei Laborbereiche

Beide Laborbereiche werden genutzt für die Überwachung von Fertigungsprozessen und für die Prüfung von Bauteilen aus der laufenden Produktion von Flugzeug-Komponenten – sowohl im benachbarten Werk von Premium Aerotec in Einswarden als auch an den Standorten Bremen und Varel.

Mit dieser Werkstoffprüfung für Premium Aerotec wird die Grundauslastung des neuen Laborstandortes erreicht. Weitere Werkstoffprüfungen sollen hinzu kommen durch Aufträge aus der maritimen Wirtschaft und von Firmen, die Windkraftanlagen bauen, aber auch von anderen Betrieben aller Branchen.

„Unsere Einschätzung, dass es in der Unterweser-Region ein Potenzial für uns gibt, hat sich bestätigt“, zieht Niederlassungsleiter Walter Brandt (55), der in Varel wohnt, eine erfreuliche erste Zwischenbilanz.

Aufgrund der Nachfrage werden jetzt im Labor für mechanisch-technologische Untersuchungen nicht mehr nur sogenannte zerstörende, sondern auch zerstörungsfreie Prüfungen vorgenommen. Dafür sind zwei neue Stellen geschaffen worden.

Zum 1. März hat die GMA-Niederlassung Nordenham eine Zweigstelle mit zweieinhalb Stellen auf dem Werksgelände von Premium Aerotec in Varel eröffnet.

Zudem ist in Einswarden am 15. Februar die neue Sparte Personalvermittlung mit zwei Mitarbeitern eingerichtet worden. Leitung: Rainer Bliemeister (39) aus Bremen.

Damit bedient GMA Nachfrage von Firmen im gesamten norddeutschen Raum und in den Niederlanden. Sie benötigen gewerbliches Personal und Ingenieure für spezielle Prüfungsaufgaben in der Luft- und Raumfahrtindustrie, Windenergietechnik und im Engineering.

Zurzeit hat die Nordenhamer GMA-Niederlassung 32 solcher extern tätigen Kräfte unter Vertrag. Bis Ende dieses Jahres sollen es 60 bis 70 sein. „Der Bedarf in der Windenergiebranche ist besonders groß“, sagt Rainer Bliemeister.

Als Projektmanager Luftfahrt und Leiter der zerstörungsfreien Werkstoffprüfungen ist seit 1. Januar der Nordenhamer René Stuck (42) für GMA in Einswarden tätig. Seine Abteilung soll bis Jahresende von zurzeit zwei auf vier bis fünf Mitarbeiter aufgestockt werden. Sie ist auch im Auftrag von Fluggesellschaften tätig, nimmt Prüfungen direkt am Flugzeug vor.

Das Fachpersonal für die neue GMA-Niederlassung in Nordenham war nach Angaben von Walter Brandt nicht leicht zu bekommen. Die wenigsten Mitarbeiter kommen aus der Wesermarsch.

Herausforderung reizt

Junge Leute reizt die Herausforderung, ein komplett neues Labor auf der grünen Wiese aufzubauen. Wiedereinsteigern bieten sich hier interessante Aufgaben. Hinzu kommen vielfältige Möglichkeiten der Qualifizierung für neue Techniken der Werkstoffprüfung.

So gehört Peter Kitis (31) aus Wilhelmshaven zu denen, die bereits nach Nordenham gezogen sind. Diplom-Ingenieurin Renate Eiken (48) aus Oldenburg verweist auf eine gute Verkehrsanbindung. Claudia Böltes (46) aus Abbehausen sieht hier „eine tolle Chance, in den ursprünglich erlernten Beruf zurückzukommen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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