Dreisielen „Man fühlt sich abgeschoben“, macht Dr. Lothar Wehn gegenüber der NWZ  seinem Ärger Luft. Der Mediziner wohnt in Dreisielen und hat zunehmend Probleme, von dort in angemessener Zeit seine Patienten zu erreichen. Der Grund sind Bauarbeiten und damit verbundene Straßensperrungen.

Am Mittwoch wurde es richtig brenzlig. Dr. Wehn, der auch ausgebildeter Rettungsmediziner ist, wurde vormittags zu einem Notfall gerufen. Die Bettingbührener Straße war im Bereich der neu gebauten Brücke gesperrt aufgrund von Asphaltierungsarbeiten. Über diese Brücke soll die Straße über die B 212 neu geführt werden. „Abenteuerlich“ sei es, so Wehn weiter, dass aufgrund des Brückenbaus Anwohner und Lieferverkehre zurzeit über einen Teil der B 212 neu von Dreisielen kommend in Richtung Kreisel an der B 74 (Weserstraße) in Berne geführt wird. Denn das sei nur unzureichend ausgeschildert.

Der Mediziner wollte nun in die andere Richtung ausweichen, über Wehrderstraße und dann das Lichtenberger Siel fahren – zwar kein offizieller Weg, aber im Notfall die schnellste Alternative. „Dort war aber ebenfalls gesperrt, da waren Bagger im Einsatz“, erzählt Wehn weiter. Wieder zurück in Bettingbühren, musste er schließlich „zehn bis 20 Minuten“ vor der geschlossenen Schranke halten – obwohl sich in dieser Zeit kein Zug dem Übergang näherte. So nahm Wehn letztlich mit seinem Pkw einen unbefestigten Schotterweg. „Zum Glück stellte sich der Notfall nicht als lebensbedrohlich dar“, sagt der Mediziner. Er wünscht sich für die Zukunft allerdings „eine bessere Koordinierung der Bauarbeiten“.

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Da wird er wenig Glück haben. Denn für den Bau der Ortsumgehung, die Sanierung der – ebenfalls zurzeit nicht benutzbaren Brücke über die Ollen – und die Sicherungsarbeiten am Siel sind unterschiedliche Stellen zuständig: Straßenbaubehörde, Gemeinde, Entwässerungsverband, die weit im Voraus planen und deshalb kurzfristig kaum aufeinander reagieren können.

Und die Bahn? Das war wohl einfach zusätzliches Pech. Denn die Schranke hat tatsächlich fast 30 Minuten nicht funktioniert – Ursache unbekannt, teilt eine Sprecherin auf Anfrage mit.

Und nun droht weiteres Ungemach: Wenn die Asphaltierungsarbeiten rund um die Brücke abgeschlossen sind, dann wird – voraussichtlich in zwei Wochen – die Bettingbührener Straße von der B 74 bis zur neuen Brücke asphaltiert. Und im nächsten Jahr ist die grundlegende Sanierung der Straße geplant.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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