Lemwerder Demenz ist eine Krankheit, an der zurzeit bundesweit 1,2 Millionen Menschen leiden. Das sei allerdings eine Zahl, die sich bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln werde, hieß es in dem Vortrag, den Gudrun Erichsen im „Café am See“ in Lemwerder hielt.

Gerne waren die Pflegedienstleiterin der Stedinger Sozialstation und ihre Stellvertreterin Sabine Rowehl der Einladung der AWo-Ortsvorsitzenden Ellen Köster-Schmidt gefolgt, um zu diesem Thema zu referieren.

Geistige Defizite

Das Anfangsstadium der Erkrankung mache sich durch erste geistige Defizite wie Vergesslichkeit und zeitliche Orientierungsschwierigkeiten bemerkbar. Ein vollständig selbstständiges Leben sei damit möglich. Im schweren Stadium der Erkrankung ist die Alltagskompetenz vollständig verloren gegangen. Der Gedächtnis- und Sprachverfall geht zudem mit Inkontinenz einher.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Angehörigen sollten dabei lernen, eine andere Form des Umgangs zu finden. Die Pflege sei ab einem gewissen Stadium nicht mehr Zuhause zu leisten, versuchte Gudrun Erichsen den Anwesenden das schlechte Gewissen zu nehmen, das sich oft meldet, wenn beispielsweise Eltern ins Heim gegeben werden müssen.

Ein sehr regelmäßiger Tagesablauf, eine sehr gute Ausleuchtung sämtlicher Räumlichkeiten, klare, kurze Sätze, Geduld, Vorwürfe überhören und anstatt zu diskutieren einfach ablenken, waren einige Tipps zum Umgang mit den Erkrankten. Auch, wenn das Gedächtnis versage, so haben Demente trotzdem Gefühle, die immer wieder klar durch Wut oder überschwängliche Freude zum Ausdruck gebracht werden können. Angehörigen empfahl Gudrun Erichsen sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, um so die belastende Situation besser verarbeiten zu können.

Eine große Hilfe

Eine große Hilfe für pflegende Angehörige seien die ehrenamtlichen Helfer des Projekts „Atempause“, die in mehrwöchigen Kursen einmal jährlich von den Diakonie- und Sozialstationen Stedingen und Hude ausgebildet werden.

Nähere Informationen zu diesem Thema, zu denen auch kostenlose Beratungsbesuche gehören, gibt es montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr in der Stedinger Sozialstation in Berne, Am Kirchhof 1 oder unter Telefon 04406/97111.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.