Jade Momentan müssen Bürger aus Jade nach Rastede oder Varel fahren, um eine Zuganbindung nutzen zu können. Deshalb soll in Jade ein Bahnhaltepunkt entstehen.

Vier Varianten für mögliche Haltepunkte, an den zwei Standorten Vareler Straße und Raiffeisenstraße, stehen momentan zur Auswahl. Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt beriet sich am Donnerstagabend, wie es mit der Planung des Haltepunktes in finanzieller Hinsicht weitergehen soll.

Die Gemeinde Jade bevorzugt den Standort an der Raiffeisenstraße, da dieser zentraler gelegen ist. Er ist aus diesem Grund für Bürger und Besucher der Gemeinde attraktiver.

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Die Kosten für den Bau des Haltepunktes variieren je nach Standort zwischen vier und fünf Millionen Euro. Aufgrund der Lage wird ein Haltepunkt an der Raiffeisenstraße auf jeden Fall teurer werden als die Alternative an der Vareler Straße.

Die Gesamtkosten muss jedoch nicht ausschließlich die Gemeinde tragen. Das Land Niedersachsen wird sich zu einem erheblichen Teil mit Zuschüssen einbringen. „Anfang nächster Woche stellt die Deutsche Bahn konkrete Zahlen für die Kosten zur Verfügung, mit denen dann im zuständigen Ministerium die Mittel beantragt werden können“, berichtete Bürgermeister Henning Kaars.

Der Ausschuss jedenfalls war sich einig, dass die Finanzierung der Planung vorangetrieben werden müsse und beschloss einstimmig, dem Rat zu empfehlen, 155 000 Euro im Gemeindehaushalt 2016 für das Vorhaben einzustellen.

Ein weiterer Punkt, mit dem sich der Ausschuss beschäftigte, ist die Unterbringung von Flüchtlingen. Momentan ist geplant, die alte Grundschule in Mentzhausen für die wachsende Anzahl der Flüchtlinge herzurichten. Es werde aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nur ein Teil der Schule für die Unterbringung der Flüchtlinge in Anspruch genommen, da die Räumlichkeiten ebenfalls von Vereinen genutzt werden. Die genauen Kosten sind derzeit noch nicht bekannt.

Um auch in Zukunft auf den steigenden Wohnraumbedarf für Flüchtlinge reagieren zu können, sollen zusätzlich 200 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. So werde gewährleistet, dass im Falle eines Falles möglichst schnell eine weitere Immobilie erworben werden könne. „Wir müssen für die Situation gewappnet sein und auch kurzfristig reagieren können“, begründete Bürgermeister Henning Kaars die Entscheidung.

Die Mitglieder des Ausschusses waren sich auch hier einig und sprachen sich für die Empfehlungen aus.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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