KLEINENSIEL Als Uwe Wittich im August 1975 von der Firma Wako Nord mit der Bewachung des entstehenden Kernkraftwerks Unterweser (KKU) betraut wurde, reizte ihn vor allem die neue Herausforderung. 33 Jahre später verabschiedete nun Holger Köster, Geschäftsführer der Hersa Energy Bewachung GmbH, den 65-Jährigen in den Ruhestand. Am 1. Juli 1976, dem Tag seines 33. Geburtstages, war Uwe Wittich zum Objektschutzdienstleiter (OSDL) im KKU ernannt worden.

Uwe Wittich ist ein Mann der ersten Stunde. Unter seiner Federführung entstanden die Ausbildungspläne für den Wachschutz in den deutschen kerntechnischen Anlagen. Er habe den Fokus der Ausbildung immer ganz besonders betrieben, würdigte Uwe Wittichs erster Chef Peter Schmidt (Wako Nord) das unermüdliche Engagement des Hauptmanns der Reserve. Er setzte sich stets für seine Mitarbeiter ein, wie die Festredner bei der Feier am Donnerstag einhellig bekundeten. Sie alle waren voll des Lobes.

Dass es in den 33 Jahren auch bittere Stunden für ihn gab, machte der Geehrte deutlich. Er habe 30 Mitarbeiter entlassen müssen. „Jeder Rausschmiss war auch ein Versagen meinerseits“, sagte Uwe Wittich selbstkritisch. Demgegenüber stehen jedoch viele positive Aspekte: Unter anderem wurden während seiner Tätigkeit 450 Werkschutzfachkräfte ausgebildet. „Und keiner, der mitwollte, wurde am Weg zurückgelassen“, betonte er. Uwe Wittich wünschte abschließend dem KKU „eine lange Laufzeit weit über das Jahr 2012 hinaus“.

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Während der Verabschiedung hob Holger Köster die Verdienste seines Mitarbeiters hervor. Uwe Wittich habe eine hochkarätige Mannschaft aufgebaut. Das professionelle Team – zurzeit beschäftigt Hersa rund 140 Mitarbeiter im KKU – sei für die Aufgaben gut gerüstet. „Er war immer für seine Mitarbeiter da“, betonte KKU-Sicherheitschef Hans Schwarz. Der Eon-Vertreter ließ auch den Verdienst von Erika Wittich nicht unerwähnt, die ihrem Mann den Rücken gestärkt hatte.

Der Hersa-Betriebsrat stimmte in die Lobeshymnen ein. Manfred May, stellvertretender Vorsitzender des Kleinensieler Hersa-Betriebsrates, und auch der Ruheständler Wolfgang Tröger, 25 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender des Wachpersonals, bescheinigten ihm eine konstruktive Zusammenarbeit. Von der katholischen Soziallehre geprägt, habe er immer Fairness und Offenheit walten lassen, so Wolfgang Tröger. „Ich schenke ihm meinen Respekt.“

Marian Miltkau, Uwe Wittichs Stellvertreter, sprach von seinem Vorgesetzten als einen „einfühlsamen Menschen mit großem Herzen“. Der Sicherheitsexperte wechselt auf eine neue Position. Seit dem 1. August ist er maßgeblich federführend für die Sachbearbeitung in der Anlagensicherung.

Mit Torsten Remmers wurde auch der neue Leiter des Hersa-Objektsicherungsdienstes im KKU vorgestellt. Der 42-Jährige war zuletzt im Raum Hannover tätig.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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