Betrifft: „Betriebsrat gegen einseitige Klinikförderung“ (NWZ vom 28. Oktober)

Sehr viel Verständnis habe ich schon für die Klagen des Betriebsrates und auch zahlreicher anderer Betroffener über die einseitige Förderung des Braker Krankenhauses. Jedoch richten sich deren Vorwürfe an die falschen Adressen. Dass die Helios-Klinik außen vor bleibt, liegt eindeutig an der Firmenpolitik und am verlorenen Vertrauen der Politik in die Führung dieses Hauses im Besonderen und des Konzerns im Allgemeinen.

Natürlich hat vor langer Zeit die Politik des Landkreises und der Stadt das Kind mutwillig in den Brunnen geworfen, als die Nordenhamer Klinik einem Konzern, damals Rhön, verhökert wurde. Wer genau hinschaut, sieht seit Langem, dass die Kliniken in gemeinnütziger Trägerschaft wie die in der Hand kommunaler Träger erheblich problemloser arbeiten als die der geldgierigen Konzerne. Der hohe Preis der Privatisierung, Gesundheit als Ware.

Wie soll Politik nun einer Klinikführung vertrauen, der reihenweise gute Fachärzte, auch die Chefs, davongelaufen sind? Die radikal Abteilungen geschlossen hat. Die von Cuxhaven aus gesteuert wird. Deren Akutversorgung still vor sich hin schrumpft.

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Dass die Gefahr besteht, beide Kliniken der Wesermarsch könnten „am Ende auf der Strecke bleiben“, ist eher nicht zu befürchten. Dass die Gefahr besteht, dass Helios den Standort Esenshamm schlussendlich doch noch zugrunde richtet, jedoch sehr. Das ist tatsächlich jammerschade. Für die Beschäftigten, die Stadt Nordenham und die Bewohner der umliegenden Gemeinden. Übrigens: Fördergelder helfen dagegen nicht, der Konzern frisst eh jeden überschüssigen Euro als Gewinn.

Gerhard Roos Jade-Sehestedt

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