NORDENHAM NORDENHAM - Franka Helmerichs steht weiter an der Spitze des Betriebsrates der Norddeutschen Seekabelwerke (NSW). In der konstituierenden Sitzung wurde sie gestern ebenso bestätigt wie ihre Stellvertreterin Andrea Lukes. Der Arbeitnehmer-Vertretung gehören elf NSW-Mitarbeiter an.

Bei den Wahlen am 16. März hatte die freigestellte Betriebsrätin Franka Helmerichs 239 Stimmen erhalten. Andrea Lukes erzielte 141. Insgesamt hatten sich rund 69 Prozent (Vorjahr etwa 68 Prozent) der 416 stimmberechtigten Mitarbeiter an der Wahl beteiligt. Zu den Mitarbeitern zählen auch 14 Beschäftigte von Fremdfirmen, die seit mehr als drei Monaten bei NSW beschäftigt sind. Gut 55 Prozent der Belegschaft sind in der IG Metall organisiert. 19 Beschäftigte hatten für den Betriebsrat kandidiert.

Neu im Betriebsrat sind Anastasija Weber (103 Stimmen) und Jürgen Becker (94). Wiedergewählt wurden Ulrike Schiller (161), Carsten Oellrich (154), Hajo Janssen (124), Tanja Schmidt (120), Alfred Suhr (96), Heiko Meier (94) und Egon Speckels (84).

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Ein wichtiges Thema des neu gewählten Betriebsrates ist der Erhalt der Arbeitsplätze. Franka Helmerichs begrüßte die Einigung der Unternehmensleitung und der IG Metall auf einen Ergänzungs-Tarifvertrag. Er sieht zwar neben finanziellen Einschnitten unter anderem vor, dass die Arbeitszeit um 24 Minuten pro Tag von 35 auf jetzt 37 Stunden pro Woche verlängert wird. Im Gegenzug verzichtet NSW jedoch auf betriebsbedingte Kündigungen.

„Wir wollen uns in der Verbesserungsprozess einbringen“, betonte die Betriebsratsvorsitzende, die auch über eine externe Hilfe zur innerbetrieblichen Prozess-Optimierung nachdenkt. Gute Ansätze, einen Betrieb wieder flott zu machen, gebe es bei den Bremer Stahlwerken. Unter Federführung des NSW-Betriebsrates sollen Projekte angeschoben werden.

Ein weiterer Aspekt ist der so genannte Entgeltrahmentarifvertrag (ERA), der 2008 bei NSW eingeführt werden soll. Mit dem einheitlichen ERA für Arbeiter und Angestellte müssen sich jetzt Geschäftsführung und Betriebsrat befassen. Franka Helmerichs hofft, dass der Arbeitsplatzabbau gestoppt ist. Die Stammbelegschaft sei sehr weit unten, sagte sie. Ein Qualifizierungspool soll ermöglichen, flexibel auf die Altersstruktur in der Belegschaft zu reagieren. „Unser Ziel ist es, wieder mehr zu agieren“, sagte die Betriebsrätin.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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