Huntebrück „Weißt du noch, warmer Kakao und Zwieback? Das gab es jeden Morgen im Melkstand“, erinnern sich Heike Asche und Kerstin van Loo-Bergmann gern an das eine von zwei notwendigen Praxisjahren ihrer landwirtschaftlichen Ausbildung in Huntebrück zurück. 30 angehende Landwirte haben Gert Scholman und seine Frau Anke van Eijden-Scholman auf ihrem Milchviehhof seit 1990 ausgebildet. Um zu erfahren, was aus ihren „Zöglingen“ geworden ist, hat das Ehepaar am Sonntag zu einem Wiedersehen eingeladen.

Die jungen Leute, die größtenteils während ihrer Ausbildung auf dem Hof gewohnt haben, seien ihnen ans Herz gewachsen, begründete Anke van Eijden-Scholman die Einladung zum Grillen. Kein Lehrling habe diesen morgendlichen Snack – also warmen Kakao und Zwieback – in den vergangenen 25 Jahren zurückgewiesen, erzählt Anke van Eijden-Scholman.

Holger Schütte war 1990 bis 1991 der erste Auszubildende, der sich für das Erinnerungsfoto an den Anfang der langen Reihe von Ehemaligen stellt. „Ich komme vom Lande und habe mich stets mit der Landwirtschaft verbunden gefühlt. Da lag diese Ausbildung nahe“, erzählt der Ammerländer, der jetzt in einer Molkerei arbeitet. Sein „Nachfolger“ war Torsten Helmerichs aus Zetel. Viel habe er auf dem Hof Scholman gelernt. Aber ganz besonders gefallen habe ihm die menschliche Wärme, mit der er in die Familie aufgenommen wurde, erinnert sich der inzwischen selbstständige Landwirt gern an die Zeit in Berne.

Heike Asche war 1995 die erste weibliche Auszubildende. Sie ist heute für die Bewertung von Kühen zuständig. Der Stadlander Landwirt Jan Kees Brouwer, der 1998 seine Ausbildung auf dem Scholman-Hof absolvierte, ist ein gebürtiger Niederländer. Grinsend beichtet er im Gespräch mit der NWZ , wie er damals mit dem Ziehsohn seiner Lehrherren stets Party auf dem Hof machte, wenn diese zu einem Besuch in ihrer Heimat waren.

Natürlich wurde kurz vor deren Heimkehr schnell alles wieder aufgeräumt. An den Vanille-Fla, der sich nach diesen Besuchen in den Niederlanden im Kühlschrank fand, haben alle Auszubildenden aber beste Erinnerungen.

Simon Frenzel und Wilken Köhler sind die jüngsten Auszubildenden. Sie haben gerade ihre Prüfungen mit den Noten 1,7 und 2,0 bestanden. Darüber freuen sich Gert Scholman und Anke van Eijden-Scholman ganz besonders.

Das Wiedersehen beginnt mit einem Rundgang über den Hof. Viele Ehemalige kennen schließlich das Melkkarussell, den Boxenlaufstand oder die neuen Kälberiglus noch nicht. Beim Grillen und anschließenden Kaffeetrinken wurden viele Erinnerungen wach – außerdem wurden Erfahrungen ausgetauscht.

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