NORDENHAM Die Frauen erinnern sich noch genau daran, wie sie in Prag „Budenzauber“ gemacht haben. Vor neun Jahren war das. Sigrid Böning erfuhr, dass sie Oma geworden war. Und natürlich sollte das gefeiert werden. Margret Halfbrodt kramte das Blutdruckmessgerät heraus, das sie zufällig dabei hatte. Und nachdem feststand, dass die Blutdruckwerte der Reisenden in Ordnung sind, wurde kräftig gefeiert.

Seit 35 Jahren gibt es den Club der zwölf Frauen. Zur Jubiläumsfeier trafen sie sich am Dienstag im Schulungsrestaurant der Deutschen Angestellten Akademie am Marktplatz. Und natürlich wurde auch bei diesem Anlass ein bisschen Budenzauber gemacht. Mit einem Gläschen Sekt stießen die Frauen an. Viele von ihnen kennen sich schon seit über 40 Jahren.

Am 29. März 1976 begann die Geschichte von „Snackewatt“. Damals gründete Annefriede Ahlhorn gemeinsam mit elf anderen Frauen den Kegelclub „Fleu weg“. Die Frauen kannten sich aus der Gymnastikgruppe des SV Nordenham, die von Lolo Sassner geleitet wurde. „Aber die Gymnastik war uns irgendwann zu wenig“, erzählt Irmgard Jantzen. So entstand die Idee, einen Kegelclub ins Leben zu rufen.

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Alle zwei Wochen schoben die Damen auf den Bahnen im Rüstringer Hof an der Atenser Allee (heute: Bei Sakis) eine flotte Kugel. Und in jedem Jahr findet eine große Tour statt. So sind die Frauen schon viel herumgekommen in Deutschland und im benachbarten Ausland. Unter anderem waren sie in München, auf Fehmarn, in Swinemünde – und in Prag. In diesem Jahr geht’s ins Altmühltal – 12 Frauen, die sich für Budenzauber noch lange nicht zu alt fühlen.

Inzwischen sind die Mitglieder der Gruppe zwischen 60 und 80 Jahre alt. Gekegelt wird seit 15 Jahren nicht mehr – aus gesundheitlichen Gründen. So ist aus dem Kegelclub längst eine Klönrunde geworden. Sie nennt sich „Snackewatt“ und kommt alle vier Wochen zusammen. Zu erzählen gibt’s immer etwas. Das war vor 35 Jahren so. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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