Volkers Das städtische Tierheim in Volkers hat eine neue Leitung: Sabrina und Sebastian Wulff aus Norderschwei haben die Regie in dem Haus übernommen. Das Ehepaar löst Jacqueline Adamietz ab, die das Tierheim in den vergangenen zweieinhalb Jahren geführt hatte. Ihren Vertrag mit der Stadt hatte Jacqueline Adamietz gekündigt, weil sie sich mit einer Tierpension selbstständig gemacht hat.

Sabrina und Sebastian Wulff sind beide 36 Jahre alt. Sie sind in der Landwirtschaft groß geworden und haben bereits als Kinder Verantwortung für eigene Tiere getragen. Zur Familie Wulff gehören nicht nur die vier gemeinsamen Kinder Beeke (14 Jahre), Sönke (11), Leefke (4) und Heske (2), sondern auch zwei Hunde, zwei Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Hühner.

Aus Landwirtschaft

Sebastian Wulff ist gelernter Landwirtschaftsmeister. Bis vor kurzem hat er einen landwirtschaftlichen Betrieb gepachtet. Inzwischen arbeitet er beim Landhandel Ripken in Großenmeer. Seine Frau Sabrina ist als Hauswirtschafterin tätig. Sie will in diesem Bereich aber künftig kürzer treten, damit sie sich um das Tierheim kümmern kann.

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Dass für das Tierheim eine neue Leitung gesucht wurde, kam für die Familie wie gerufen. „Für uns gehört es dazu, für Tiere und mit Tieren zu leben“, sagt Sebastian Wulff. „Hier können wir in Not geratenen Tieren helfen und im Idealfall durch die Vermittlung eine Familie mit einem neuen Haustier glücklich machen.“ Für die neue Aufgabe haben beide Ehepartner beim Veterinäramt einen Sachkundenachweis erbracht.

Wie Ursula Wilkens, Leiterin des städtischen Amtes für Ordnung und Soziales, mitteilte, will die Stadt Nordenham, das Gebäude an der Deichstraße 150 verkaufen. Mit dieser Idee läuft sie bei Familie Wulff offene Türen ein. Ihr Plan ist, mit der ganzen Familie nach Volkers zu ziehen und langfristig das Tierheim zu betreiben. Die Stadt, die gesetzlich verpflichtet ist, eine Unterkunft für Fundtiere vorzuhalten, bezahlt auch bei einem Verkauf weiter diese Dienstleistung, hat aber die Kosten für den Unterhalt des Gebäudes vom Hals.

Historische Gründe

Dass die Stadt Nordenham als einzige Kommune in der Wesermarsch über ein eigenes Tierheim verfügt, hat historische Gründe. Das Ehepaar Hildegard und Eduard Moyzes hatte der Stadt sein Vermögen mit der Auflage vermacht, damit ein Tierheim zu finanzieren. Dank dieser Zuwendung konnte 1989 die Aufnahmestation in Volkers eröffnet werden. Das damals in eine Stiftung überführte Moyzes-Vermögen ist allerdings seit einigen Jahren aufgebaucht.

Ursula Wilkens bedankte sich am Freitag bei Jacqueline Adamietz für die geleistete Arbeit. Die wiederum nutzte die Gelegenheit, um sich bei ihrem Team zu bedanken. Dazu gehören drei Ehrenamtliche und eine Praktikantin. Ein Großteil dieses Teams will sich auch weiterhin für das Tierheim einsetzen.Das Tierheim bleibt zunächst wie gewohnt montags von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Telefonisch ist es montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar – und zwar unter 04731/37875 und 0162/6358844.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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