Berne Historisches geschah am Montagabend. Um 20.20 Uhr hatten die 56 Mitglieder des Stedinger TV Berne bei der Mitgliederversammlung im Vereinsheim entschieden, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins eine Frau an der Spitze steht.

Einstimmig hatten sie Annika Ulbrich zur Vorsitzenden gewählt, die dem zurückgetretenen Markus Schnare folgt. Nicht nur dies: In Schriftführerin Anita Schwarting, Kassenwartin Christel Eikmeier und Oberturnwartin Annelore Hayen stehen drei weitere Frauen in der ersten Reihe des Vereins. Historisch auch, dass zum ersten Mal das Amt des zweiten Vorsitzenden unbesetzt blieb, da sich kein Bewerber fand.

„Das Ehrenamt gibt ganz viel Kraft, mir hat es zuletzt die Kraft genommen“, sagte Schnare und nannte damit schon den wesentlichen Punkt, warum er sich aus der ersten Reihe zurückzieht und kürzer treten will. „Die psychische Belastung ist zu groß, ich will nicht mehr“, erklärte er den Mitgliedern, die ihm stehend für seine geleistete Arbeit applaudierten und im Vereinsheim Gänsehautstimmung aufkommen ließen.

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Seit acht Jahren war Markus Schnare Vorsitzender des größten Berner Vereins gewesen. In seine Amtszeit fiel das 150-jährige Bestehen. Er hatte Anteil an der Umgestaltung des Vereinsheims und daran, dass die Arbeiten an der Bewegungs- und Fitnesshalle so weit vorangeschritten sind. Markus Schnare wird sich zurückziehen, hat aber versprochen, dass er für die Arbeiten am Hallenbau weiter bereitsteht. Und zum ersten Mal bekam er für seine ehrenamtliche Arbeit ein Geschenk.

Unverändert werden die Beiträge für die Mitglieder sein. Allerdings wird ab sofort von einem Grundbeitrag gesprochen werden, die die Mitglieder zahlen müssen, wenn sie kostenfreie Angebote des Vereins nutzen wollen (Erwachsene 48 Euro/Jahr, bis 18 Jahre 36 Euro, bis 14 Jahre 24 Euro, Ehepaare 72 Euro und passive Mitglieder 12 Euro). Wer demnächst besondere Angebote nutzen will, muss neben dem Grundbeitrag einen Zusatzbeitrag entrichten. Dazu musste auch die Satzung an den entsprechenden Stellen geändert werden, was einstimmig geschah.

Schwerpunkt im Jahresbericht 2012 von Markus Schnare und Annika Ulbrich waren die Maßnahmen um das neue Gebäude. Hier wurden die Arbeiten so weit vorangetrieben, dass schon im Herbst mit den Innenausbauten begonnen werden konnte.

Einen Dank richtete Markus Schnare an seine Vorstandskolleginnen. „Das war ein gutes Miteinander“, sagte er, um dann zurückzutreten und den Weg frei für den neuen Vorstand zu machen.


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Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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