Nordenham Die Durchschnittsnote „Befriedigend“, welche die Stadt bei der NWZ -Umfrage „Leben in Nordenham“ für Seniorenfreundlichkeit bekommen hat, hält der Vorsitzende des Senioren- und Behindertenbeirates, Albert Mumme, für angemessen. „Die Stadt bemüht sich schon sehr. Alles geht nicht, aber Einiges wird gemacht“, sagt der 55 Jahre alte Frührentner.

Albert Mumme fügt hinzu: „Perfekt werden wir auch in Nordenham nicht alles hinbekommen, aber wir sind auf einem guten Weg. Mit einer guten Note Drei können wir zufrieden sein, in manchen anderen Städten sieht es schlechter aus.“

Hohe Kosten

Größere Verbesserungen seien mit hohen Kosten verbunden. Neuestes Beispiel sei die Sanierung des Museums. Die Stadt sorge dabei für Barrierefreiheit und behindertengerechte Toiletten.

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Besonders lobenswert findet Albert Mumme, dass die Deutsche Bahn jetzt barrierefreie Zustiegsmöglichkeiten am Bahnsteig im Nordenhamer Bahnhof geschaffen hat. „Das ist ein Meilenstein, darum haben wir hart gekämpft.“

Der Senioren- und Behindertenbeirat freut sich auch darüber, dass die Stadt mit Fördermitteln jedes Jahr weitere Bushaltestellen barrierefrei neu gestaltet. Die meisten Haltestellen in der Innenstadt sind laut Albert Mumme inzwischen bereits entsprechend erneuert worden.

Um viele weitere kleine Verbesserungen zu erreichen, sei der Beirat auf die Hilfe der Bürger angewiesen, die Hinweise machen und Tipps geben. „Ohne diese Mithilfe der Bürger geht es nicht.“ Telefonischen Kontakt zum Beirat könnten die Bürger über einen Anruf beim Ordnungsamt der Stadt herstellen. Mitglieder des Beirates riefen umgehend zurück.

Zahlreiche Unzulänglichkeiten lassen sich laut Alber Mumme nach Einschaltung des Beirates auf dem kleinen Dienstweg mit Ordnungsamtsleiter Rudolf Müller beheben. „Da kann man überhaupt nicht meckern.“

In der Innenstadt sei insgesamt bereits viel für mehr Seniorenfreundlichkeit erreicht worden. Dagegen fehle es in Außenbereichen noch an Radwegen, Fußwegen, abgesenkten Bürgersteigen und auch an Einkaufsmöglichkeiten.

Albert Mumme gehörte als Vorsitzender des Senioren- und Behinderbeirates einer Kundenjury an, die im vergangenen Jahr Geschäfte in der Innenstadt unter die Lupe genommen hat. Dabei ging es auch um Generationenfreundlichkeit.

Die Jury gelangte auch hinsichtlich barrierefreier Einkaufsmöglichkeiten zu überwiegend erfreulichen Beurteilungen. „Ich war wirklich erstaunt“, unterstreicht Albert Mumme. Die meisten Geschäfte seien für Rollstuhlfahrer zugänglich, allerdings fehlten Haltegriffe in Umkleidekabinen.

Bei einem Inhaberwechsel komme die gesetzliche Vorgabe zum Zuge, wonach die Geschäftszugänge barrierefrei gestaltet sein müssen.

Wünschenswert ist nach Ansicht des Nordenhamer Senioren- und Behindertenbeirates mehr Barrierefreiheit in der Gastronomie.

Fördermittel

Zudem fehlt es an behindertengerechten und seniorenfreundlichen Wohnungen in Nordenham. „Die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG) tut, was sie kann, aber es fehlen staatliche Fördermittel“, sagt Albert Mumme.

Solche Fördermittel benötige auch die Nordenhamer Gastronomie. „Stadt, Kreis und Land können das nicht alleine wuppen, dafür sind Bundesmittel nötig.“

Zur Seniorenfreundlichkeit können laut Albert Mumme jedoch mitmenschlicher Umgang, Rücksichtnahme und Toleranz viel stärker beitragen als alle gesetzlichen Vorgaben. „Jeder von uns sollte auch mehr Feingefühl dafür entwickeln, wenn Menschen Hilfe benötigen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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