Brake Seit dem Herbst 2010 gilt in den Wohnstraßen unter anderem zwischen der Kirchenstraße und der Langen Straße Tempo 30. Mit Einrichten des Tempolimits wurden auch die Vorfahrtsstraßen aufgehoben, so dass sich Autofahrer an die „Rechts vor links“-Regelung halten müssen – auch auf der Langen Straße. Bei vielen Verkehrsteilnehmern hat sich das nach den Beobachtungen von Udo Knirr, der in der Goethestraße wohnt, allerdings noch immer nicht herumgesprochen. Der Braker glaubt, dass das nicht zuletzt an einer unzureichenden Beschilderung liegt. Die NWZ  hat bei der Polizei und der Stadt Brake nachgehakt.

Klaus Lücke, Leiter des Braker Polizeikommissariats und Geschäftsführer der Verkehrswacht Wesermarsch, erklärt, dass in Tempo-30-Zonen Vorfahrtsschilder grundsätzlich nicht vorgesehen seien. Indem sie die Regelung „Rechts vor links“ beachten müssen, seien Autofahrer gezwungen, in den temporeduzierten Bereichen langsamer zu fahren. So zumindest die Theorie.

Allerdings weiß auch Lücke, dass es in der Praxis oft anders läuft. Er nennt als Beispiel den Buschweg in Golzwarden, in dem es die gleichen Probleme gab wie die, die Udo Knirr zwischen der Kirchenstraße und der Langen Straße immer wieder beobachtet: Autofahrer missachteten die Vorfahrt und riskierten dadurch Unfälle. Abhilfe konnte laut Lücke auf dem Buschweg durch entsprechende Fahrbahnmarkierungen geschaffen werden. Solche Markierungen, durch die Autofahrern optisch das Gefühl gegeben wird, zu schnell zu sein, seien auch in den Tempo-30-Zonen östlich der Kirchenstraße denkbar.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ein weiteres Problem stellen die Schilder dar, die die Straßen als Tempo-30-Bereich ausweisen. Im Fall etwa der Goethestraße steht ein solches Schild direkt im Einmündungsbereich. Wer von der Kirchenstraße in die Goethe-straße einbiegt, läuft Gefahr, das 30er-Schild schlichtweg zu übersehen. Eigentlich sollten solche Schilder nach Auskunft von Klaus Lücke erst folgen, wenn der Autofahrer das Abbiegemanöver bereits abgeschlossen hat und sich darauf nicht mehr konzentrieren muss. Doch auch in diesem Fall klaffen Theorie und Praxis auseinander. Denn aus baulichen Gründen lasse sich ein solches Schild nicht überall in einem entsprechenden Abstand von der Einmündung platzieren.

Klaus Lücke regt nun an, dass sich Vertreter der Polizei und der Stadt Brake gemeinsam die möglicherweise kritischen Stellen im Stadtgebiet ansehen und dann dort, wo es erforderlich ist, Verbesserungen vornehmen. Bei Bürgermeister Michael Kurz rennt der Polizeichef mit dieser Idee offene Türen ein. Er werde die Anregung gerne aufgreifen, versichert Kurz, der selbst jahrzehntelang Polizist war, auf Nachfrage der NWZ .

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.