BRAKE Die Weservertiefung führte Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt der SPD-Landtagsfraktion am Dienstag in die Wesermarsch. Jeweils eine Stunde hatten sie ein offenes Ohr für die Argumente der Befürworter, Kritikern und Mahner.

In Begleitung von Landrat Michael Höbrink und des SPD-Landtagskandidaten Hermann Mohrschladt führten Hans-Dieter Haase (Emden), umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, sowie Sigrid Rakow (Landkreis Ammerland) und Brigitte Somfleth (Landkreis Harburg) Gespräche mit Thomas Bielefeld von der Firma J. Müller und Matthias Dornblüth von Niedersachsen-Ports, mit den Vorstehern des I. und II. Oldenburgischen Deichbandes, Christel Bohn und Leenert Cornelius, sowie mit Kreisbrandmeister Werner Zirk.

„Von der Landwirtschaft allein wird die Wesermarsch nicht leben können“, stellt Hans-Dieter Haase die Weservertiefung im Interesse der weiteren industriellen Entwicklung im Landkreis nicht in Frage. Das sieht auch Hermann Mohrschladt so, wenn die Deichsicherheit gewährleistet sei, schränkt er ein. Und Haase legt Wert auf die Unterscheidung zwischen der Vertiefung der Außenweser mit gravierenderen Auswirkungen und der aus seiner Sicht unproblematischen Fahrrinnenanpassung der Unterweser.

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Um Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, müssten bei der Außenweservertiefung das Problem der Versalzung und der Verschlickung gelöst werden, sieht der Arbeitskreis Umwelt das Wasser- und Schiffahrtsamt Bremerhaven in der Pflicht, ein entsprechendes Konzept vorzulegen. In diesen Punkten dürfe es im Planfeststellungsbeschluss keine Unklarheiten geben. „Das sind lösbare Probleme“, ist Haase überzeugt.

Deutlich machten die SPD-Landtagsabgeordneten auch, dass die Wirtschaftsbereiche, die von der Weservertiefung profitieren, zur Deichsicherheit beitragen müssen. Die Hafenerweiterung in Brake zeige doch, so Haase, wie leicht 40 Millionen Euro aufzubringen sind. Die Idee eines Sperrwerks nördlich von Nordenham ist für ihn nur scheinbar utopisch, sondern mit Blick auf den Klimawandel vielleicht die vernünftigste Lösung. Ein Sperrwerk für geschätzte eine Milliarde Euro sei technisch machbar und nachhaltig nutzbar.

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