BRAKE Jörg Fasting ist Unternehmer mit Leib und Seele, vom Scheitel bis zur Sohle. Gemeinsam mit seiner Mutter, Firmengründerin Gisa Fasting, betreibt er in Brake und Nordenham drei Schuhläden. Ständig feilt der 45-Jährige daran, wie er sein Unternehmen, aber auch den Handel insgesamt in Brake und der gesamten Wesermarsch voranbringen und fit für die Zukunft machen kann.

Die Branche habe zuletzt „schwere Phasen“ durchgemacht, sagt Fasting: „Wenn große Giganten wie Karstadt ins Wanken geraten, ist das schon bezeichnend. Auch wenn wir stabil durch die letzte Wirtschaftskrise gekommen sind, gab es auf die vergangenen fünf Jahre gesehen doch enorme Umsatzrückgänge.“ Die Leute würden zwar immer Schuhe kaufen, aber: „Wer früher drei Paar Schuhe gekauft hat, kauft heute oft nur noch zwei.“

An die Zeit, als seine Mutter die Firma aufbaute, kann er sich „noch dunkel erinnern“. Er war noch ein Kind, als Gisa Fasting 1969 das gleichnamige Schuhhaus in der Bahnhofstraße 9 gründete. Mitte der 70er Jahre kam der zweite Laden an der Bahnhofstraße 3 hinzu, zehn Jahre später der dritte in der Fußgängerzone.

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Das Geschäft, in dem alles begonnen hatte, wurde als Sportladen weitergeführt, später beschränkte sich die Familie auf die beiden Filialen in der Bahnhofstraße 3 und der Innenstadt mit derzeit sieben Angestellten. 1997 kam ein Laden in Nordenham mit sechs Angestellten hinzu.

Jörg Fasting stieg Ende der 80er Jahre ins Geschäft seiner Mutter ein und führt es nun gemeinsam mit ihr. „Als Kind wollte ich eigentlich Landwirt oder Förster werden“, blickt er zurück. Nachdem er zuvor auch in der Landwirtschaft gelernt hatte, machte er später aber eine duale Ausbildung bei Görtz zum Einzelhandelskaufmann und Handelsassistenten und studierte BWL in Bremen.

Kürzlich wurde Fasting als Vertreter aus der Wesermarsch in den Aufsichtsrat der Volksbank Oldenburg wiedergewählt. Zudem ist der verheiratete Vater von zwei Kindern seit einer Wahlperiode Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer und vertritt dort den Handel der Wesermarsch.

„Wir haben für ein Mittelzentrum, wie Brake es nun einmal ist, eine hohe Kaufkraftbindung“, sagt Jörg Fasting. „Die Stadt hat eine gute und breit aufgestellte Einzelhandelsstruktur. In Innenstadt und Weserstraße zusammen“, betont der 45-Jährige, der seit längerem davon träumt, auf einem großen Grundstück an der Ecke Weserstraße/B 212, das er in den 90er Jahren erworben hat, auf deutlich mehr Verkaufsfläche Schuhe und Textilwaren anzubieten.

„Es wäre schön, wenn das Innenstadt-Konzept greifen, die City wieder mehr belebt werden würde. Es ist aber die Frage, ob der Zahn der Zeit zurückgedreht werden kann“, so Fasting. „Da muss viel Zeit und Energie investiert werden, um die Weichen wieder auf Erfolg zu stellen“, sagt Fasting, für den die Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden sehr wichtig ist: „Der Kunde will Auswahl. Es gibt hier sechs Schuhanbieter. Das ist für so eine Stadt eine gute Auswahl.“

Seit 1996 gehört dem Braker Einzelhändler Jörg Fasting (45) ein großes Grundstück an der Ecke Weserstraße und Bundesstraße 212. Ideen, es für die Ansiedelung von Einzelhandelsgeschäften zu nutzen, gab es mehrere. Sie scheiterten nicht zuletzt an raumordnerischen Bedenken.

Vor dem Hintergrund der politischen Aussagen und Beschlüsse zur Erweiterung von Mode W in Bardenfleth sieht Fasting nun eine Chance, das Areal doch noch einer Nutzung zuzuführen. Auf 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen dort Textilien und Schuhe angeboten werden. Eine Rolle spielen könnte dabei auch Ude Havekost, der ein großes Modehaus in Ovelgönne betreibt.

Jörg Fasting hatte 1997 und 1998 zunächst den Plan verfolgt, auf der Wiese einen Lebensmitteldiscounter – nämlich Lidl – sowie ein Gartencenter, einen Heimtextilisten und einen Textilisten anzusiedeln und selbst einen Schuhmarkt an der Weserstraße zu eröffnen. Über diese Pläne gab es nach Fastings Darstellung auch eine Einigung mit der Stadt, die allerdings avisierte, dass es zwei Jahre dauern würde, bis ein Bebauungsplan vorliegt. Das dauerte Lidl zu lange. Der Discounter sprang ab und löste eine Kettenreaktion aus. Jörg Fasting stand allein auf weiter Flur.

Der Braker Einzelhändler disponierte um und strickte ein Konzept, dass ein großflächiges Angebot von Textilien und Schuhen vorsah. Vor diesen Plan schob jedoch die Raumordnung einen Riegel.

Jetzt macht Jörg Fasting eine einfache Rechnung auf: Wenn die Politik der Erweiterung von Mode W zustimmt, dann müsse sie auch sein Vorhaben genehmigen. Fasting betont, dass er vollstes Verständnis für die Pläne von Mode-W-Geschäftsführer Wilfried Clausen habe. Es sei nun an der Politik, zu entscheiden, ob sie grundsätzlich großflächigen Einzelhandel auf der grünen Wiese wolle – auch um den Preis, dass es in den Innenstädten dann keine Geschäfte mehr gibt und amerikanische Verhältnisse einkehren. Fasting selbst würde seinen Laden an der Bahnhofstraße aufgeben, wenn er eine Genehmigung für die Weserstraße bekommt. Er habe seinen Architekten gebeten, eine Bauvoranfrage bei der Stadt zu stellen, so Fasting.

Fünf Millionen Euro würden investiert und 120 neue Arbeitsplätze entstehen. Geplant sei, auf 4000 Quadratmetern Textilien und auf 1000 Quadratmetern Schuhe anzubieten. Einen „in der Region bekannten“ Textilisten, der mit einsteigen würde, habe er gefunden, so Jörg Fasting. Einen Namen möchte er nicht nennen.

Klar ist jedoch, dass auch Ude Havekost sich vorstellen könnte, mit Jörg Fasting an der Weserstraße gemeinsame Sache zu machen. Havekost möchte seine Verkaufsfläche in Ovelgönne auf 4000 Quadratmeter mehr als verdoppeln. Gibt es dafür keine Genehmigung, sieht Plan B vor, die Damenoberbekleidung sowie das Sortiment aus dem Bereich Junge Mode in die Weserstraße auszulagern.

Seit 1996 gehört dem Braker Einzelhändler Jörg Fasting (45) ein großes Grundstück an der Ecke Weserstraße und Bundesstraße 212. Ideen, es für die Ansiedelung von Einzelhandelsgeschäften zu nutzen, gab es mehrere. Sie scheiterten nicht zuletzt an raumordnerischen Bedenken.

Vor dem Hintergrund der politischen Aussagen und Beschlüsse zur Erweiterung von Mode W in Bardenfleth sieht Fasting nun eine Chance, das Areal doch noch einer Nutzung zuzuführen. Auf 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen dort Textilien und Schuhe angeboten werden. Eine Rolle spielen könnte dabei auch Ude Havekost, der ein großes Modehaus in Ovelgönne betreibt.

Jörg Fasting hatte 1997 und 1998 zunächst den Plan verfolgt, auf der Wiese einen Lebensmitteldiscounter – nämlich Lidl – sowie ein Gartencenter, einen Heimtextilisten und einen Textilisten anzusiedeln und selbst einen Schuhmarkt an der Weserstraße zu eröffnen. Über diese Pläne gab es nach Fastings Darstellung auch eine Einigung mit der Stadt, die allerdings avisierte, dass es zwei Jahre dauern würde, bis ein Bebauungsplan vorliegt. Das dauerte Lidl zu lange. Der Discounter sprang ab und löste eine Kettenreaktion aus. Jörg Fasting stand allein auf weiter Flur.

Der Braker Einzelhändler disponierte um und strickte ein Konzept, dass ein großflächiges Angebot von Textilien und Schuhen vorsah. Vor diesen Plan schob jedoch die Raumordnung einen Riegel.

Jetzt macht Jörg Fasting eine einfache Rechnung auf: Wenn die Politik der Erweiterung von Mode W zustimmt, dann müsse sie auch sein Vorhaben genehmigen. Fasting betont, dass er vollstes Verständnis für die Pläne von Mode-W-Geschäftsführer Wilfried Clausen habe. Es sei nun an der Politik, zu entscheiden, ob sie grundsätzlich großflächigen Einzelhandel auf der grünen Wiese wolle – auch um den Preis, dass es in den Innenstädten dann keine Geschäfte mehr gibt und amerikanische Verhältnisse einkehren. Fasting selbst würde seinen Laden an der Bahnhofstraße aufgeben, wenn er eine Genehmigung für die Weserstraße bekommt. Er habe seinen Architekten gebeten, eine Bauvoranfrage bei der Stadt zu stellen, so Fasting.

Fünf Millionen Euro würden investiert und 120 neue Arbeitsplätze entstehen. Geplant sei, auf 4000 Quadratmetern Textilien und auf 1000 Quadratmetern Schuhe anzubieten. Einen „in der Region bekannten“ Textilisten, der mit einsteigen würde, habe er gefunden, so Jörg Fasting. Einen Namen möchte er nicht nennen.

Klar ist jedoch, dass auch Ude Havekost sich vorstellen könnte, mit Jörg Fasting an der Weserstraße gemeinsame Sache zu machen. Havekost möchte seine Verkaufsfläche in Ovelgönne auf 4000 Quadratmeter mehr als verdoppeln. Gibt es dafür keine Genehmigung, sieht Plan B vor, die Damenoberbekleidung sowie das Sortiment aus dem Bereich Junge Mode in die Weserstraße auszulagern.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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