Friedrich-August-Hütte /Welzheim Für Unruhe unter den rund 220 Mitarbeitern des Motorenhersteller ATB in Friedrich-August-Hütte haben Nachrichten gesorgt, wonach beim ATB-Schwesterwerk in Welzheim in Baden-Württemberg die gesamte Produktion auf der Kippe stehen soll. Die Welzheimer Zeitung hat berichtet, dass rund 200 Arbeitsplätze drohen wegzufallen.

Gründe sind nach diesem Zeitungsbericht der starke Wettbewerbsdruck und sinkende Preise auf dem Markt für Elektromotoren. Das habe Andreas Schindler, Vorstandsvorsitzender der ATB Austria Antriebstechnik AG, gesagt.

Im Grunde gebe es keine Alternative zum Wegfall der Produktion. Den 280 Beschäftigten in Welzheim sei bei einer Betriebsversammlung die Hiobsbotschaft überbracht worden.

Angedeutet habe sich dies bereits Ende März, als die ATB-Geschäftsleitung den Anerkennungstarifvertrag mit der IG Metall kündigte. Der galt laut Pressebericht seit dem Jahr 2004 und hat ATB über Jahre über Wasser gehalten, weil die Lohnkosten unter dem Metalltarifvertrag lagen.

In einem Flugblatt hatte der Betriebsratsvorsitzende und IG-Metall-Vertrauensmann Marco Hogh noch gefragt, „welchen tatsächlichen Zweck der Arbeitgeber mit der Kündigung des Anerkennungsvertrags verfolgt?“ Seit Donnerstag vergangener Woche sei die Absicht klar: ATB wolle die Produktion dichtmachen und habe mit dem Betriebsrat Sozialplanverhandlungen aufgenommen.

Nun warten die 220 Mitarbeiter in Friedrich-August-Hüttte gespannt ab, ob die Entwicklungen im Schwesterwerk in Welzheim Auswirkungen auf den Standort Nordenham haben, heißt es aus Mitarbeiterkreisen. Informationen dazu seien zurzeit nicht zu bekommen.

Wie berichtet, arbeiten zahlreiche Beschäftigte in Friedrich-August-Hütte seit Mai vergangenen Jahres zeitweise kurz. Für Irritationen hat zudem der Wechsel in der Geschäftsführung gesorgt.

Die Werke in FAH und Welzheim gehören zur ATB-Gruppe mit Sitz in Wien. Im Oktober 2011 hatte der chinesische Wolong-Konzern ATB übernommen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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