Ovelgönne Das Thema Windkraft wird in der Gemeinde Ovelgönne zurzeit heiß diskutiert. Die Gemeinde ist aufgefordert worden, in ihrem Gebiet weitere Windenergieanlagen zuzulassen. Hierfür wurde mit einem Planer das gesamte Gemeindegebiet untersucht, um weitere mögliche Flächen in der Gemeinde für Windenergieanlagen zu finden.

Mit der 23. Änderung des Flächennutzungsplanes wurde bereits im März 2014 vom Rat der Gemeinde Ovelgönne per Mehrheitsbeschluss entschieden, dass weitere Anlagen nun im Oldenbroker Feld (beim bestehenden Windpark), in Niederort (beim bestehenden Braker Windpark) und in Barghorn gebaut werden können – die NWZ  berichtete. Außerdem ist inzwischen eine weitere Fläche in Frieschenmoor hinzugekommen.

An Einzellagen denken

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Ovelgönne hält die Windkraft grundsätzlich für einen guten Weg der Energieerzeugung. Wünschenswert wären nach wie vor jedoch Abstände, die die Betroffenheit der Anwohner reduzieren, sagt Hergen Koopmann, 1. Vorsitzender der UGO. Bereits bei Ausweisung der ersten Flächen habe die UGO für die bestmöglichen Abstände von jeglicher Wohnbebauung gekämpft.

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Anders als damals in den Planungen und in der Rechtsprechung üblich, wollte die Wählergemeinschaft keinen Unterschied zwischen Siedlungen und Einzelhäusern akzeptieren, weil Menschen in alleinstehenden Immobilien die gleichen Rechte haben sollten wie in Baugebieten.

Der aktuell vom Rat der Gemeinde Ovelgönne mehrheitlich festgelegte Abstand von 600 Metern entspreche bei 200 Meter hohen Anlagen nur der dreifachen „Kipphöhe“ der Windmühlen.

In der UGO herrscht die Meinung, dass 800 Meter eingehalten werden sollten. „Mit Windenergie wird einerseits viel Geld verdient, andererseits gibt es betroffene Anwohner, die Nachteile wie Lärm, Schattenschlag oder zum Beispiel eine Wertminderung ihrer Immobilie in Kauf nehmen müssen, ohne dass sie als Nachbarn eines Windparks dafür eine Entschädigung erhalten“, sagt Bernhard Uebachs, Fraktionsvorsitzender der UGO im Rat der Gemeinde Ovelgönne.

Bürger beteiligen

Ausdrücklich begrüßt daher die UGO den von einzelnen Investoren gewählten Weg der freiwilligen finanziellen Beteiligung der direkten Anwohner eines Parks, so dass die Wertschöpfung dadurch vor Ort bleibt. Ein weiterer Weg, die Betroffenheit der Anwohner zu reduzieren, stellt eine Höhenbegrenzung der Windkraftanlagen dar. Die UGO spricht sich hier für eine Begrenzung auf 150 Metern aus. Ab dieser Höhe wäre zu der geforderten Befeuerung der Anlagengondel auch eine zusätzliche Beleuchtung des Mastes vorgeschrieben.

Seit Frühjahr dieses Jahres gebe es nach Auskunft des Windanlagenbetreibers WPD alternativ zwei marktreife Systeme, die über Radar eine „bedarfsgerechte Befeuerung“ ermöglichen.

Die Beleuchtung eines Windrades schalte sich dann nur ein, wenn sich ein Flugzeug nähert. Für dieses System fallen zur Zeit jedoch noch enorme Kosten von etwa 500  0 00 € Euro an. Da alle Betreiber aufgrund der sinkenden Einspeisevergütungen möglichst schnell anschließen wollen, dürfte eine zu erwartende Kostenreduzierung für die derzeit geplanten Parks nicht mehr greifen.

Eine andere, wohl billigere Alternative, die aufgrund von akustischen Signalen die Befeuerung der WEA regelt, sei zurzeit noch in der Entwicklung.


     www.ovelgoenne.de 
Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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