Berne „Als die Kreativwerkstatt ,Machbar’ in Berne mehrere ausrangierte, aber noch funktionstüchtige Computer gespendet bekam, war die Freude groß. Was fehlte, war allerdings der Anschluss ans Internet“, erzählt Wolfhard Hering wie die Idee entstanden ist, für Berne ein möglichst flächendeckendes Freifunknetz aufzubauen. Doch damit künftig ohne das Datenvolumen des Smartphones zu reduzieren in der ganzen Gemeinde im Internet gesurft werden kann, müssen erst einmal genügend Unterstützer gefunden werden.

„Alles, was dazu benötigt wird, sind Menschen, die einen Freifunk-Router bei sich aufstellen“, erklärt der Computerexperte. Das günstigste Modell werde zum Selbstkostenpreis von 20 Euro mit der entsprechenden Software fertig konfiguriert von der Initiative Freifunk Nordwest abgegeben. Die in ,Sichtweite’ zueinander aufgestellten Router würden sich miteinander zu einem Netzwerk verbinden, in dem dann ein freier W-Lan-Zugang möglich ist.

Von Router zu Router würden die Signale weiter gegeben, allerdings vermindere jede Mauer die Reichweite. „Um einen Router aufzustellen, ist nicht mal ein eigener Internetanschluss nötig“, sagt Hering, der in der Nähe der „Machbar“ (Lange Straße) wohnt. Sein erstes Ziel ist, diesen Treffpunkt mit einem Internetzugang zu versorgen.

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In Heinz-Georg Helms, der sich in der Gemeinde vielfältig ehrenamtlich engagiert, hat er einen begeisterten Mitstreiter gefunden. „Beispielsweise Sprach- und Übersetzungsprogramme können so von den Flüchtlingen in der ,Machbar’ genutzt werden“, sagt Helms. An einem Computer ließe sich schließlich besser arbeiten als mit einem Mobiltelefon. „Besonders dort, wo viele Menschen zusammen kommen, ist so etwas eine tolle Sache“, befürwortet er das Projekt. Aber auch für Geschäftsleute, Touristen und alle anderen Bürger sehen die beiden Berner viele Vorteile in dem nicht-kommerziellen, unabhängigen Freifunknetz.

Die Daten der Surfer werden, erklärt Hering, vom heimischen Anschluss zum Freifunk Netzwerk und erst von dort aus ins Internet weitergeleitet. Absender der Daten sei dadurch nicht mehr der Internetrouter zu Hause, sondern ein Server, der von der Initiative betrieben werde. „Es besteht also überhaupt kein Risiko für diejenigen, die ihren Anschluss zur Verfügung stellen“, betont Wolfhard Hering.

Die Leistung des eigenen Rechners werde auch nur minimal reduziert, wenn andere im Netz sind, betont Hering. In Teilen Oldenburgs, Ganderkesees, Wüstings oder auf den Inseln sei ein derartiges Freifunknetz bereits vorhanden. Deshalb hoffen Wolfhard Hering und Heinz-Georg Helms, dass nun auch viele Berner an der Umsetzung der Idee mitwirken werden. Unter Telefon 0172/4303763 gibt es weitere Informationen.

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