Tossens „So“, sagt Christoph Neehuis nach einem Rundgang durchs Aqua Mundo, in dem es aussieht als sei eine Bombe eingeschlagen, „das war mal ein bisschen Vorspiel. Jetzt kommen wir in den Bereich, in dem seit zwei Wochen 24 Stunden am Tag gearbeitet wird“. Christoph Neehuis, ein gebürtiger Butjadinger, ist Projektmanager bei Center Parcs Deutschland. Eines der Projekte, die er gerade managet, ist die aufwendige Sanierung des Zentralbereichs des Parks Nordseeküste in Tossens. Schritt 3 von 3“, sagt Park-Chef Mark Schuur.

Im ersten Schritt hatte Center Parcs vor zwei Jahren begonnen, die Ferienbungalows zu modernisieren – eine Arbeit, die inzwischen abgeschlossen ist. Im vergangenen Jahr folgte das Hotel, womit inklusive der Bungalows 423 Ferienwohneinheiten auf den neuesten Stand gebracht waren. Nun ist im letzten Sanierungsstepp folgerichtig der Zentralbereich mit dem Market Dome und dem Erlebnisbad Aqua Mundo an der Reihe. Center Parcs steckt in diesen Bereich 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Million Euro von der Firma Areas, die schon im April die Gastronomie im Park übernommen hatte und sie nun komplett umkrempelt.

14 Millionen Euro

Wenn endgültig alles fertig ist, werden 14 Millionen Euro in den Park Nordseeküste geflossen sein. Nach dem jetzigen Kraftakt wird es bis Ostern noch einige weitere Baustellen geben – darunter die Bowlingbahn, die erneuert, und das Babyschwimmbecken, das vergrößert wird.

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17 einzelne Projekte werden zurzeit bei Center Parcs in Tossens abgearbeitet. Dazu gehören neben dem Umbau des Zentralbereichs die Instandsetzungsarbeiten, für die das Unternehmen alljährlich einige Wochen im Winter nutzt. Insgesamt sind 31 Firmen im um am Park Nordseeküste tätig – zwölf von ihnen sind mit den Arbeiten im Zentralbereich beschäftigt.

Christoph Neehuis hatte im Vorfeld mit Vertretern aller Firmen zusammengesessen. Die sagten unisono: „Das geht nicht.“ Das bezog sich auf den ausgesprochen sportlichen Zeitplan, den Christoph Neehuis vorgelegt hatte. Der Projektmanager überzeugte die Firmen letztlich, dass es doch geht, wenn alle mitziehen und zu Überstunden und Nachtarbeit bereit sind. Und nun ist fast die Ziellinie in Sicht, das Happy End des Sanierungs-Dreiakters.

Was tatsächlich eine reife Leistung ist. Am 26. November um 12 Uhr hatten die letzten Gäste den Park verlassen. Am 17. Dezember um 12 Uhr, nächsten Montag also, kommen neue Gäste. Bis dahin muss alles fertig sein. Und Christoph Neehuis ist guter Hoffnung, dass das klappt.

Im Aqua Mundo sorgen viele Pflanzen für exotisches Flair – allerdings waren sie bislang überwiegend aus Plastik. Künftig werden auch im unteren Bereich, in den wenig bis gar kein Tageslicht fällt, echte Pflanzen wachsen. Damit sie überleben können, hat Center Parcs Speziallampen installiert.

Alles neu im Dome

Etliche der künstlichen Felsen, mit denen die Wände dekoriert waren, verschwinden. Insgesamt soll das Aqua Mundo, dessen Außen- und Saunabereich komplett erneuert wurde, weniger dunkel und höhlenartig daherkommen.

Den Zugang zum Erlebnisbad hat Center Parcs verlegt und neu gestaltet. Dadurch ist im Market Dome nicht nur ein „Parkplatz“ für Kinder-Buggys entstanden, sondern auch ein erheblich großzügigerer Eingangsbereich. Die Zielsetzung ist die gleiche wie im Aqua Mundo: Alles soll aufgeräumter, strukturierter und weniger verwinkelt aussehen als bislang.

Vergrößert wird die Bühne, erneuert der Kids Club. Und: Der Market Dome erhält ein völlig neues Outfit. Die mediterrane Häuserfassade wird sich in eine an Pfahlbauten erinnernde, besser an die Nordseeküste passende Häuserzeile verwandeln. Dafür bedarf es nicht viel mehr als einer in unterschiedlichen Farben gestrichenen Holzverschalung, die aber einen großen Effekt haben wird. „Man wird den Market Dome nicht wiedererkennen“, sagt Mark Schuur.

Am kommenden Montag wird nicht nur der modernisierte Market Dome, sondern auch ein neues, darin befindliches Restaurant eröffnet: Das „Oh Julia“ gibt es bislang in München, Mannheim und Stuttgart. Nun darf sich auch Tossens einreihen. Angeboten wird authentische italienische Küche.

Wo eine Menge Geld investiert wird, kommt idealerweise auch wieder welches rein. Bei Center Parcs in Tossens geht die Rechnung auf. Nach Auskunft von Mark Schuur hat der Park Nordseeküste seine Mieteinnahmen von 2015 bis heute um 2 Millionen Euro steigern können.

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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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