Nordenham Für den Katastrophenschutz hat der Landkreis Wesermarsch die Spür- und Messtrupps mit drei neuen Fahrzeugen ausgestattet. Die Anschaffung der speziell ausgerüsteten Volkswagen-Busse wurde über mehrere Jahre verteilt. Zwei dieser Messfahrzeuge hat das Technische Hilfswerk (THW) in Nordenham jetzt erhalten. Landrat Thomas Brückmann übergab die Schlüssel an den Technischen Helfer Christoph Güttler, der in der Wesermarsch die Spür- und Messtrupps leitet.

Das Kernkraftwerk Unterweser in Kleinensiel ist inzwischen zwar abgeschaltet, aber im Zwischenlager befindet sich noch strahlendes Material. Zudem steht der Rückbau des KKU noch bevor. Vor diesem Hintergrund hat aus Sicht des Landrates die Anschaffung von neuen Fahrzeugen für den Spür- und Messtrupp durchaus ihre Berechtigung. Er betonte bei der Schlüsselübergabe, dass mit den neuen Fahrzeugen „die Schlagkraft der Katastrophenschutzeinheiten gestärkt wird“.

Bundesweit einmalig

Die bisherigen Fahrzeuge seien über 20 Jahre alt und technisch nicht mehr zeitgemäß gewesen, berichtete der Nordenhamer THW-Ortsbeauftragte Michael Haferkamp. Der Ortsverband sei stolz darauf, die Zusatzaufgabe der Strahlenmessung übertragen bekommen zu haben. In diesem Zusammenhang wies Gabi Fooken von der Geschäftsstelle Oldenburg darauf hin, dass es sich bei der Ausstattung des Nordenhamer THW mit Spür- und Messtruppfahrzeugen um eine bundesweite Besonderheit handele.

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Der Landrat hatte zur Fahrzeugübergabe Susanne Ripken mitgebracht, die als Fachdienstleiterin für Sicherheit und Ordnung bei der Kreisverwaltung für den Katastrophenschutz zuständig ist.

Die Strahlenspürtrupps in der Umgebung des Kernkraftwerkes sind mit hochsensiblen Messgeräten ausgestattet. Die Fahrzeuge verfügen zudem über Atemschutzgeräte und Materialien zur Probenentnahme. Mit einer mobilen Sirene können notfalls Alarmsignale oder Lautsprecheransagen ausgesendet werden. Zwei Fahrzeuge werden vom THW-Ortsverband besetzt, ein weiterer Messwagen steht bei der Feuerwehr in Reitland.

In Orange lackiert

Die Neuanschaffung schlug für einen VW-Bus mit etwa 34 000 Euro zu Buche. Rund 12 000 Euro kostete der Innenausbau. Sie sind nicht in den blauen Farben des THW lackiert, sondern in einem grellen Orange. Die Mess-Fahrzeuge werden auch als Einsatzleitwagen im täglichen Geschehen der Katastrophenhelfer genutzt. Ein Bus hat sich bereits bei der Hochwasserhilfe an der Elbe bewährt.

Laut Michael Haferkamp haben Hersteller von Modelleisenbahnen die bundesweit einmaligen Fahrzeuge mit dem Schriftzug des THW Nordenham bereits im Maßstab HO nachgebaut.

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