ELSFLETH Die Fußstapfen, in die Theresa Wiesensee treten möchte, sind groß. Die 19-Jährige kandidiert am 11. September bei der Kommunalwahl auf der Liste der CDU für den Elsflether Stadtrat.

„Mein Vater hat mich zur Politik gebracht“, erzählt die charmante Auszubildende im 16. NWZ -Tischgespräch. Ihr Vater ist Joachim Wiesensee. 17 Jahre im Niedersächsischen Landtag für die CDU, 35 Jahre im Stadtrat, Leiter des Haushaltsausschusses im Landtag, ehrenamtlicher Bürgermeister von Elsfleth und der Vordenker und Initiator des Elsflether Campus. Am 27. August 2009 starb Joachim Wiesensee im Alter von 74 Jahren an Krebs.

„Er hat noch erlebt, dass ich politisch aktiv werde“, erzählt Theresa bei einer heißen Schokolade. „Kurz vor seinem Tod bin ich in die Junge Union eingetreten“, sagt sie. Sie legte einen schnellen Start hin, wurde stellvertretende Kreisvorsitzende der JU, seit November ist sie auch stellvertretende Vorsitzende der CDU im Kreis. Ob die Tatsache, dass sie die Tochter von Joachim Wiesensee ist, dabei geholfen hat? „Es hilft manchmal – aber nicht in diesem Fall“, so die freundliche junge Frau mit dem gewinnenden Lächeln.

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Bei der CDU wurde sie auf Platz drei der Liste gesetzt. „Das hat etwas damit zu tun, dass ich unter 30 bin und eine Frau“, so Theresa in unbedarfter Offenheit. „Ich will aber auch nicht ausschließen, dass mein Nachname etwas dazu beigetragen hat.“

Theresa macht seit zwei Jahren eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten in Oldenburg. Jeden Morgen fährt sie mit dem Zug. „Um 6.15 Uhr fahre ich los“, sagt sie. Ihr berufliches Ziel? „Steuerberaterin“, sagte sie mit verhaltenem Lachen und fügt hinzu: „Leider“. Warum leider? „Weil es so aussieht, als wenn ich meinem Vater in allen Bereichen nacheifere. Das stimmt aber nicht. Mich interessieren diese Dinge.“

Eins steht für sie fest: „Ich möchte keine Berufs-Politikerin werden.“ Erstmal wolle sie ihr Abitur nachmachen. Und danach vielleicht studieren. Ihre Schwester Rieke Wiesensee ist bereits beruflich auf dem Weg des Vaters – sie hat eine Steuerberater-Kanzler in der Weserstraße Nr. 18. Insgesamt fünf Geschwister hat Theresa – alle älter. „Ich bin die Kleinste“, fügt sie hinzu.

Das Gespräch findet mitten in der Umzugsphase statt. Von der Weserstraße ziehen Mutter und Tochter in ein Einfamilienhaus im Holzkontor. „Heute ist die erste Nacht im neuen Haus“, sagt Theresa mit einer Portion Vorfreude in der Stimme. Ihre Augen scheinen zu leuchten. „Ein bisschen werde ich das alte Haus sicherlich vermissen – aber es war für zwei Personen einfach zu groß.“

„Jetzt habe ich eine Etage für mich, sogar mit Balkon“, schwärmt Theresa. Was sie politisch erreichen möchte? „Ich will etwas für die Jugend tun. Es gibt zu wenig Anlaufstellen. Vielleicht sollte man dafür sorgen, dass die Stadtschänke wieder aufmachen kann“, so Theresa. Bald wird sie auf vielen Plakaten in Elsfleth zu sehen sein. . .

Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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