Berne Die Deutschen sind nach den Amerikanern das zweitdickste Volk der Welt. Zu wenig Bewegung und falsche Essgewohnheiten verursachen diesen traurigen Rekord. Doch beim Stedinger Turnverein (StTV) hat man sich auf die Fahnen geschrieben, diesem Trend ganzheitlich entgegenzuwirken.

Neben sportlicher Betätigung besteht die Gelegenheit, überflüssige Pfunde nicht nur abzutrainieren, sondern auch viele spannende Dinge über Ernährung zu erfahren. „Nur 30 Prozent des Übergewichts lassen sich durch Sport bekämpfen. Der mit 70 Prozent größere Teil ist eine Sache des Essens“, machte Markus Schnare den Interessierten seiner im Zweiwochen-Rhythmus stattfindenden Ernährungsberatung klar. „Kohlenhydrate und Zucker, das süße Gift“, hieß es im Vereinsheim.

„Für Erwachsene sind täglich 40 Gramm Zucker empfohlen“, erklärte der Sportwissenschaftler und ergänzte, dass zu dieser Menge alle aufgenommenen Kohlenhydrate gerechnet werden sollten – und die verbergen sich neben Nudeln, Brot und Kartoffeln hinter fantasievollen Namen wie Fructose, Maltose, Inulin, Dextrose und vielem mehr, was sich die Industrie ausdenkt, um dem Verbraucher ein Erkennen zu erschweren.

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Eine dauerhafte Überdosierung und ständige Verfügbarkeit von Kohlenhydraten belastet die Bauspeicheldrüse. So etwas kann Diabetes oder sogar Krebs verursachen, denn zu viel Bauchfett sendet negative Botenstoffe auf die Eingeweide aus, teilte Schnare mit. „Selbst der Schluck Milch im Kaffee zwischendurch lasse die Insulinkurve hochschnellen. Wer die Abnahme ankurbeln möchte, muss zwischen den Mahlzeiten kohlenhydratfreie Phasen von vier bis fünf Stunden haben. So verbrennt der Körper auch bei geringen Belastungen Fett und greift nicht einfach auf die ständig zugeführten Kohlenhydrate zurück“, warnte Schnare.

Nachgewiesen ist, dass beim Genuss der „süßen Belohnung“ das gleiche Glückshormon (Dopamin) im Gehirn freigesetzt wird wie beim Drogenkonsum. Beim regelmäßigen Schokoladen- oder Chipsverzehr kann so durchaus von einer Sucht gesprochen werden, so Schnare.

Der Zuckerkonsum hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht und ist so gefährlich, weil niemand beim Genuss gleich umfällt. Um an seinem Essverhalten etwas zu ändern, ist jedoch viel Durchhaltevermögen nötig. 80 Mal muss man etwas tun, damit es zur Gewohnheit wird

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