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Hitzegewitter Im Nordwesten
Unwetter heute Abend im Anmarsch

Sürwürden Entweder klappten die Kippfenster an den drei Wohnwagen auf dem Campingplatz in Kaliwodas „Kiek mol rin“ – oder es klappten ihre Türen. Irgendetwas klappte irgendwie immer. Und auch drumherum lief alles nahezu perfekt bei der Premiere der Komödie „Klaut wi doch glieks de ganze Bank“ des Bürgervereins Sürwürden-Alse.

Die Speelschar hatte zweifellos ein glückliches Händchen gehabt bei der Auswahl des Dreiakters aus der Feder von Jonas Jettens, den Wolfgang Binder ins Plattdeutsche übertragen hatte: Leichte und unterhaltsame Kost, lustige Dialoge, eben gute Voraussetzungen für einen gemütlichen und netten Abend. Herzhaft erfrischend beispielsweise, als der ewig trällernde Camper Waldemar einen Hieb aus der Lachgasflasche nahm, und fortan selbst ernsteste Dinge inbrünstig knickernd beiseiteschob.

Reichlich Applaus

Eine Szene von vielen – und ganz nach dem Gusto des Publikums, das sich im Zwei-Minuten-Takt mal das Schmunzeln, mal das Lachen nicht verkneifen konnte und sich immer wieder mit reichlich Applaus bedankte. Die Geschichte der Komödie „Klaut wi doch glieks de ganze Bank“ ist schnell erzählt, die turbulenten Irrungen und Wirrungen drumherum muss man aber schon selbst erleben: Drei befreundete Ehepaare machen Urlaub auf dem Campingplatz.

Frühstücks-Theater ist ausverkauft

Noch sieben Mal führt die Theatergruppe des Bürgervereins Sürwürden/Alse den Dreiakter „Klaut wi doch glieks de ganze Bank“ von Jonas Jetten auf.

Ausverkauft sind die Vorstellungen mit Frühstück am Sonntag, 26. Januar, und am Sonntag, 2. Februar. Auch für die Vorstellung im Seniorenpass gibt es keine Karten mehr.

Restkarten sind noch vorrätig für die Abendvorstellungen am Mittwoch, 22. Januar, Freitag, 24. Januar, und Dienstag, 28. Januar. Etwas größer ist der Kartenvorrat für Donnerstag, 30. Januar. Die Aufführungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Gasthaus Kiek mol rin.

Eintrittskarten gibt es im Blumenhaus Bruns und in der Gaststätte Kiek mol rin.

Die Frauen wollen es sich einfach nur gut gehen lassen. Die Männer hingegen haben sich das Sparen zum Hobby gemacht, gründen den Verein „Die Spar-Piraten“ und legen ihr gesamtes Kapital in Aktien an. Ihre Frauen wissen natürlich von alledem nichts. Durch einen Kurs-Crash verlieren die Möchte-gern-Aktionäre fast ihr ganzes Geld. Jetzt ist guter Rat teuer. Ein Zeitungsbericht mit der Nachricht, die Kreditbank müsse der Umbauarbeiten wegen Teile ihrer Geschäftsstelle in einen Wohnwagen auslagern, kommt ihnen da gerade recht.

Kurzerhand tauschen sie diesen gegen einen der ihren aus und bemalen ihn rosa… Der Nährboden für allerlei Turbulenzen ist gelegt. Die sieben Laienspieler Wilfried Oltmanns (als Markus), Irmgard Hellmers (Luise), Jürgen Wehlau (Waldemar), Frauke Kranz (Sabine), Jörg Meier (Dieter), Beate Arens (Anita) und Renate Arens (die Bankangestellte Marion) hatten alle Hände voll zu tun – und sie gaben alles.

Ach ja, und da war ja auch noch Marions Double, eine Puppe. Die hatte ganz kräftig etwas wegzustecken, denn Markus, Dieter und Waldemar schleppten sie ständig hin und her, damit die Frauen ja nichts von ihrem Bank-Coup mitbekommen.

Zum Ambiente eines plattdeutschen Gute-Laune-Stückes passte der Saal in Kaliwodas Gaststätte wunderbar – rustikal, urwüchsig, authentisch: Vorn die Bühne, im Rücken der Schanktisch und die Tische einfach nur an den Rand geschoben.

Schließlich wurden sie nach der Aufführung noch dringend gebraucht, da Discjockey Sven Locker nun zum Premieren-Schwof einlud. Die schlichten Holzstühle für die 85 Premierengäste waren derweil auf der künftigen Tanzfläche eng zusammengeschoben. Die vordere Reihe kaum einen Schritt weit von der Bühne entfernt. Und so wurden Gäste und Laienspielschar schnell eins.

Gutes Team

Neben den Schauspielern tragen zum Gelingen der plattdeutschen Komödienabende Jens Horstmann als Regisseur bei, als Topuster Insa Horstmann sowie Antje Melius und in der Maske Marina Bruns und Tanja Budelmann. Für die Technik sorgen Ingo Horstmann und Rainer Lohe und für die Requisiten Erika Wehlau. Für den Bühnenbau zeichnen Hans Bruns und Hergen Brandt verantwortlich.

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