Stollhamm Der geplante Bau eines 40 Meter hohen Funkmastes auf dem Tierschauhamm am Burgweg in Stollhamm war auch im Ausschuss für Familie, Jugend, Sport und Kultur des Gemeinderates am Donnerstagabend noch einmal Thema. Der Fachbereichsleiter Zentrale Dienste im Rathaus, Joachim Wulf, berichtete den Ausschussmitgliedern von der jüngsten Informationsveranstaltung. Dort hatten mehrere Bürgerinnen und Bürger Vorbehalte gegen den Bau geäußert.

Ratsherr Jochen Kiebitz aus Stollhamm bat in der Ausschusssitzung, „die Bedenken von Eltern wegen möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu berücksichtigen“. Der von der Telekom favorisierte Standort auf dem Tierschauhamm liege Luftlinie nur 100 Meter von der Kindertagesstätte entfernt. Auch er habe Gutachten, die andere Gemeinden wegen der gleichen Fragestellung in Auftrag gegeben haben, gelesen. Darin werde auf gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Mobilfunkstrahlung hingewiesen.

„Wahr ist, dass wir diesen Mast in Stollhamm brauchen“, betonte Jochen Kiebitz, der auch an der Bürgerinformation teilgenommen hatte. Dort hätten sich seiner Schätzung nach rund 80 Prozent für die Verbesserung des Handynetzes in Stollhamm ausgesprochen. 20 Prozent der über 60 Teilnehmer hätten Bedenken wegen möglicher Immissionen geäußert. Die gesundheitlichen Schäden sind nach Ansicht von Ratsfrau Uta Meiners aus Stollhamm durch die jetzige Notwendigkeit, sich ständig neu in andere Netze einwählen zu müssen, vermutlich größer als durch einen Funkmast mitten im Ort.

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Joachim Wulf, der in Vertretung der erkrankten Bürgermeisterin Ina Korter Stellung zu dem Thema nahm, berichtete, dass die Telekom am Tag nach der Veranstaltung in Stollhamm schon tätig geworden ist. Das Aufsatteln einer Funkantenne auf dem Siloturm bei der ehemaligen Warengenossenschaft sei laut Telekom aus statischen Gründen nicht möglich. Dieser Vorschlag war schon 2006 bei einem ersten Anlauf der Telekom zur Verbesserung des Funknetzes in Stollhamm gemacht worden. Machbar hingegen sei die Installation beim Bauhof des Entwässerungsverbandes Butjadingen am Ortsausgang Richtung Seefeld.

Die Telekom habe der Gemeinde mitgeteilt, mit dem Entwässerungsverband sprechen zu wollen. Allerdings sei hier wie auch bei einem weiteren im Gewerbegebiet ins Gespräch gebrachten Standort die Funkausleuchtung nicht so gut wie von einem Mobilfunkmast am Burgweg. Aus scheidet wegen der zu großen Entfernung zum Dorf ein Bau auf der ehemaligen gemeindlichen Kläranlage (jetzt OOWV) an der Straße Richtung Deich.

Ein Manko bei der Standortsuche ist nach Meinung von Jochen Kiebitz, dass nur der Tierschauhamm im Besitz der Gemeinde ist, alle anderen in Aussicht genommenen Grundstücke gehören Verbänden oder Privatleuten. Amtsleiter Joachim Wulf sagte zu, in den nächsten Ausschusssitzungen über den Fortgang der Gespräche mit der Telekom zu berichten.

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