Stadland Ein Traum wird wahr: Der Stadlander Bürgerbus kann bald seinen Linienverkehr aufnehmen. Der Gemeinderat will in seiner Sitzung am Donnerstag, 29. November, das Konzept mit Fahrtroute beschließen.

Der entscheidende Schritt in diese Richtung war die Planungsversammlung am Montagabend im Schweier Krug, die rund zwei Dutzend Bürger besucht hatten. An deren Ende wurden Klaus Haschen und Edith Kahnt-Ralle zu Ansprechpartnern bestimmt, die die Wünsche der Bürger in Bezug auf den Bürgerbus an die Gemeindeverwaltung weitergeben.

Der ehemalige Kaufmann Klaus Haschen ist 73 Jahre alt und wohnt in Norderseefeld; er hat alle Veranstaltungen zum Thema Bürgerbus besucht. Edith Kahnt-Ralle wohnt in Schwei-West und arbeitet als Redakteurin bei einer wöchentlich erscheinenden landwirtschaftlichen Fachzeitschrift in Oldenburg. Immer wenn es um die Weiterentwicklung von Schwei geht, ist die 60-Jährige dabei.

Treffen im Rathaus

Gleichzeitig einigte sich die Versammlung darauf, dass eine Gruppe von Ehrenamtlichen gleich nach dem Rodenkircher Markt damit beginnt, eine Route samt Fahrplan für den Linienverkehr auszuarbeiten, die Grundlage für ein Konzept sein soll. Das erste Treffen findet am Donnerstag, 27. September, ab 19 Uhr in der Bücherei im Rathaus Rodenkirchen statt.

Der Gruppe gehören neben Klaus Haschen und Edith Kahnt-Ralle auch Erika Bookmeyer, Jürgen Janssen, Susanne Schmidt, Horst Schmidt, Paul-Eugen Schumann, Kurt Wähler und Annette Klitscher an.

Geplant ist eine Route von Rodenkirchen zur Wesermarsch-Klinik bei Esenshamm und weiter über Seefeld, Reitland, Schwei zurück nach Rodenkirchen. Bürgermeister Klaus Rübesamen sprach sich in der Veranstaltung dafür aus, auch Kötermoor und Achterstadt einzubeziehen.

Bei der Abschlussveranstaltung zum Modellvorhaben Versorgung und Mobilität in Wesermarsch Mitte August in Brake hatten sich die Gutachter dafür ausgesprochen, für Kötermoor und Achterstadt ein Dorfauto anzuschaffen, das bei Bedarf ausgeliehen werden kann, aber – anders als der Bürgerbus – keine Linie bedient.

In puncto Bürgerbus hatten die Gutachter für Stadland allerdings keinen Linienverkehr empfohlen, sondern einen Rufbus. Dieser Vorschlag fand am Montagabend aber keine Unterstützung. Bürgermeister Klaus Rübesamen will ihn nicht, weil er im Bürgerbus ein ideales Transportmittel für ältere Menschen ohne Auto sieht, die oft einen Arzt aufsuchen müssen.

Jürgen Sprickerhof, Vorsitzender des Bürgerbusvereins Butjadingen, sagte, nach den Förderrichtlinien müsse der Bürgerbus zu 90 Prozent Liniendienst fahren. Doch die übrigen 10 Prozent könnten auf Anforderung gestaltet werden.

Vier Mal im Monat

Ute Nordhausen von der Bürger- und Touristikinformation der Gemeinde, die die Versammlung leitete, teilte mit, dass 13 Anwesende bereiterklärt hatten, als ehrenamtliche Fahrer tätig zu werden. Da sich weitere Interessenten bei ihr telefonisch gemeldet hatten, würden es mindestens 15 Fahrer für den Bürgerbus sein. Das bedeutet: Bei einem Zwei-Schicht-Betrieb inklusive Wochenende wäre jeder Fahrer im Durchschnitt vier Mal im Monat dran.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham

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