Stadland Der am 27. März gewählte neue Ausschuss der Stadlander Sielacht ist zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Am Freitagvormittag wurden im Hotel Albrechts in Rodenkirchen sechs neue Mitglieder begrüßt und sechs ausgeschiedene verabschiedet.

Insgesamt zählt der Ausschuss 13 Mitglieder. Jeder Wahlbezirk hat ein Mitglied und einen Stellvertreter gewählt. Wie der Vorsteher Burchard Wulff, Schwei, mitteilt, stehen in der fünfjährigen Wahlperiode keine großen Entscheidungen an. Es gehe darum, ein komplexes System am Laufen zu halten.

Keine nassen Füße

Auch der Generalplan Wesermarsch, der eine Neuordnung der Zuwässerung in der mittleren und nördlichen Wesermarsch zum Ziel hat, erreicht das Gebiet der Stadlander Sielacht in den nächsten fünf Jahren nicht. Zunächst muss ein neues Mündungsschöpfwerk in Brake gebaut werden, damit salzfreies Weserwasser in die Sieltiefs geleitet werden kann.

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Die Stadlander Sielacht ist 1964 aus fünf kleineren Verbänden zusammengefügt worden. Der größere Verband sollte den Bau des Mündungsschöpfwerks Strohausen, der 1969 begann, und des neuen Strohauser Sieltiefs organisieren. Dank dieser Investitionen müssen sich die Stadlander fast nie mehr über nasse Füße beklagen. Das war vorher durchaus anders: Besonders im Winter standen viele tiefer gelegene Landstriche unter Wasser – gelegentlich auch Häuser.

Denn das Verbandsgebiet, das sowohl nach Norden als auch nach Süden über die Grenzen der Gemeinde Stadland hinausragt, ist wie eine Suppenschüssel: Der Weserrücken liegt einen Meter über Normalnull, die Gebiet um Reitland einen Meter unter Normalnull. Die Gebiete müssen im Winter entwässert werden, während im Sommerhalbjahr aus hygienischen Gründen Frischwasser zugeführt werden muss.

400 000 Euro im Jahr

Dazu unterhält die Sielacht 130 Kilometer Sieltiefs – sogenannte Gewässer II. Ordnung – und 13 Kilometer Zuggräben, die Gewässer III. Ordnung genannt werden. Dazu reinigt die Sielacht weitere knapp 70 Kilometer Zuggräben.

Für Arbeiten und Investitionen gibt die Sielacht etwa 400 000 Euro im Jahr aus. Größte Ausgabeposten sind die Reinigung der Gewässerzüge, die von Lohnunternehmen erledigt wird, und die Stromrechnung. Mit dem Strom werden die drei Pumpen im Mündungsschöpfwerk Strohausen und die Pumpen in den fünf Unterschöpfwerken Reitland, Norderschwei, Süderschwei, Kötermoor und Frieschenmoor betrieben. Die Pumpen arbeiten möglichst nachts, weil dann der Strom günstiger ist. Nach Auskunft von Burchard Wulff kostet der Strom 50- bis 100 000 Euro im Jahr. Die Rechnung fürs vergangene Jahr dürfte hoch ausfallen, denn mit 1200 Liter Regen pro Quadratmeter war 2017 sehr nass.

Zu den Aufgaben des Ausschusses gehört die Wahl des Vorstands für fünf Jahre, die 2019 ansteht. Ihm gehören derzeit außer Burchard Wulff der Zweite Vorsteher Gustav Hellmers (Golzwarden) sowie Dr. Karsten Padeken (Frieschenmoor), Wilfried Blohm (Rodenkirchen) und Klaus Padeken (Rönnelmoor) an.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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