Stadland Zwei auswärtige Ärzte können sich vorstellen, künftig in Stadland zu praktizieren. Das hat Bürgermeister Klaus Rübesamen jetzt mitgeteilt. Die beiden Mediziner, deren Identität zunächst anonym bleiben muss, haben positiv auf die Arztsuche der ehrenamtlichen Helfer der Gemeinde um Gerhard Roos reagiert und ihr Interesse angemeldet.

Nichtsdestoweniger ist der Bürgermeister verärgert über die Äußerungen der Grünen-Fraktion zur Arztsuche. „Damit können sie Fördermittel für eine ganze Region gefährden“, sagte Klaus Rübesamen. Denn eine öffentliche Diskussion über das Modellprojekt des Vereins Gesundheitswirtschaft Nordwest, das die Metropolregion Bremen/Oldenburg finanzieren soll, könne genau dieses Projekt kippen, an dem auch Nordenham und Butjadingen interessiert sind.

Die Grünen hatten kritisiert, dass der Bürgermeister dieses Projekt nicht weiter verfolgt. Anstatt gleich in die Öffentlichkeit zu gehen, hätten sie zunächst bei ihm nach dem Stand der Dinge fragen können, sagte Klaus Rübesamen. Am Dienstag vergangener Woche, zwei Tage vor dem Pressegespräch, habe die Grünen-Fraktionschefin Elke Kuik-Janssen mit Ute Nordhausen von der Bürger- und Touristikinformation zusammengesessen, die eng in die Thematik eingebunden ist. „Warum hat Frau Kuik-Janssen ihr das Wort nicht gegönnt?“, fragt Rübesamen.

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Dann beantwortet er die Fragen der Grünen:

 Warum wurde der Rat nicht einbezogen? „Weil die Gesundheitswirtschaft um Stillschweigen gebeten hat und bis zum Vollantrag keine Notwendigkeit bestand.“

 Warum wurden die Kosten für das Faltblatt nicht vom Rat genehmigt? „Weil auch die Stadt Brake sofortigen Anspruch auf den von der Kassenärztlichen Vereinigung zugesagten Investitionskostenzuschuss hatte und deshalb Eile geboten war, hat die Verwaltung die Gestaltung und den Druck von 1000 Flyern für 260 Euro netto in Auftrag gegeben.“

 Warum wurde der Rat nicht ausführlich über die Kampagne „Landarzt gesucht“ informiert? „Weil bis Ende September von Seiten der Gesundheitswirtschaft Nordwest noch keine konkreten Informationen zum Fortgang der Kampagne und dem damit verbundenen Vollantrag bei der Metropolregion vorlagen. Als das Gespräch mit der Gesundheitswirtschaft Ende September anstand, um die Details für einen Vollantrag abzustimmen, waren bereits konkrete Gespräche mit potenziellen Bewerbern terminiert. Die Verwaltung hat sich deshalb in dem Gespräch mit der Gesundheitswirtschaft als Antragsteller zurückgezogen, eine weitere Teilnahme aber nicht ausgeschlossen.“

 Der von den Grünen geforderte Arbeitskreis aus Rat, Verwaltung und niedergelassenen Ärzten werde nicht gebildet, weil schon Ehrenamtliche in enger Abstimmung mit der Gemeinde Ärzte suchen und weil die Verwaltung keine Kapazitäten mehr für weitere Arbeitskreise habe.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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