Stadland Wer noch einen der beliebten Stadland-Gutscheine einlösen möchte, sollte sich beeilen: Nur noch bis einschließlich diesen Freitag, 27. Juni, nehmen die ehemaligen Mitglieds-Geschäfte der Werbegemeinschaft Stadland die Gutscheine an. Danach verfallen sie. Darauf weist Manuela Manzke hin.

Erlös wird gespendet

Ihr Bücher- und Schreibwaren-Eck war Ausgabestelle für die Gutscheine, deren Wert die Überreicher selbst bestimmen durften. Zusammen mit der Vorsitzenden Hilke Strodthoff-Schneider hatte sie die Gutscheine vor viereinhalb Jahren entwickelt. Wie Manuela Manzke sagt, waren die Gutscheine ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung. Sie schätzt, dass so etwa 30 Prozent Kaufkraft in Stadland gehalten wurde.

Doch mit dem Beschluss zur Auflösung der Werbegemeinschaft nach 31 Jahren in der Jahreshauptversammlung vom 17. Februar war auch das Ende der Gutscheine eingeleitet. Am 30. Juni will Manuela Manzke das Gutschein-Konto auflösen, und deshalb können sie nur noch bis zu diesem Freitag eingereicht werden. Das nicht eingelöste Geld werden Hilke Strodthoff-Schneider und Manuela Manzke für einen gemeinnützigen Zweck spenden, der ganz Stadland zugute kommt – beispielsweise für Kinder.

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Hilke Strodthoff-Schneider und Manuela Manzke waren das letzte Vorsitzenden-Duo der Werbegemeinschaft, jetzt sind sie die Liquidatoren. Sie haben die Gemeinschaft ins Bundeszentralregister stellen lassen, in dem alle aufgelösten Firmen und Vereine für ein Jahr aufgeführt werden.

Und den größten Teil des Besitzes der Gemeinschaft haben sie mittlerweile auch verkauft. Dazu gehören die große Lostrommel für die Weihnachtstombola und die fünf Weihnachtshütten, die ehemalige Mitglieder gekauft haben.

Ebenfalls verkauft ist die ehemalige Rodenkircher Weihnachtsbeleuchtung: Sie ist überwiegend nach Sürwürden, Alse und Schwei gegangen. Die Rodenkircher werden sich jetzt an Weihnachtszeiten ohne festliche Beleuchtung gewöhnen müssen.

Noch nicht verkauft sind die Hinweisschilder auf den Weihnachtsmarkt, die die Gemeinschaft an der Bundesstraße aufgestellt hatte.

Hilke Strodthoff-Schneider findet es nach wie vor schade, dass sich die Werbegemeinschaft auflösen musste. Grund war, dass sich niemand bereit erklärt hatte, ihre Nachfolge als Vorsitzende zu übernehmen (die NWZ  berichtete). Viele Rodenkircher bedauerten, dass es die Gemeinschaft nicht mehr gebe, sagte die ehemalige Vorsitzende.

Trost gibt ihr, dass einige Veranstaltungen fortgeführt werden. So organisiert Ute Janßen aus Golzwarden jetzt, wie berichtet, den Weihnachtsmarkt. Hilke Strodhoff-Schneider half ihr, indem sie alle Aussteller der beiden vergangenen Weihnachtsmärkte anschrieb, sich für ihre Teilnahme bedankte und ihnen die Adresse von Ute Janßen mitteilte.

Musikzug übernimmt

Und auch der erst im Jahr 2012 eingeführte große Laternenumzug geht weiter, der jeweils rund 200 Besucher angezogen hat. Hilke Strodthoff-Schneider freut sich, dass der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen unter dem Vorsitz von Andreas Decker diese Aufgabe übernommen hat. Dessen Lebensgefährtin Melanie Holz bestätigt das: Früher habe der Musikzug den Laternenumzug der Dorfgemeinschaft Absen begleitet, und jetzt biete er eben seinen eigenen Umzug an. Die Feuerwehr werde ihn wieder sichern und auch Feuerkörbe auf den Marktplatz stellen. Andreas Decker habe auch schon erste Sponsoren gewonnen. Der Termin werde Anfang November sein.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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