BERNE Geschockt, entsetzt, traurig – immer wenn die Mitglieder des Stedinger Turnvereins (StTV) auf den Turnhallenbrand vom 25. Juli 2008 zu sprechen kommen, ringen sie um Worte. So auch am Dienstag bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim. „Das Feuer hat den Verein ins Mark getroffen“, sagte StTV-Vorsitzender Markus Schnare.

Aber der Verein hat die wohl größte Katastrophe seiner inzwischen 148-jährigen Geschichte vergleichsweise gut verkraftet. Schon kurz nach den Sommerferien lief der Übungsbetrieb wieder an. Sport getrieben wird seither in Turnhallen in Ganspe, Hude und Wüsting, im Forum der Comenius-Schule oder im Kindergarten Berne. Dass die Sportler dabei oft improvisieren müssen, machten die Berichte von über 30 Übungsleiterinnen und Übungsleitern deutlich. Doch der Popularität des größten Berner Vereins hat dies nicht geschadet. Im Gegenteil: „Ende 2008 hatten wir 1048 Mitglieder. Vier mehr als im Vorjahr“, freute sich Schnare.

Freuen durften sich Schnare, Annika Ulbrich (2. Vorsitzende), Christel Eikmeier (Kassenwartin), Anita Schwarting (Schriftführerin) und Annelene Hayen (Oberturnwartin) auch über ihre einstimmige Wiederwahl in den geschäftsführenden Vorstand. Neu besetzt wurde der Posten von Jugendwart Roman Prieb. Seine Aufgaben übernimmt Jasmin Voelker. Nach fünf Jahren als Pressewartin stellte Ursula Danne ihr Amt zur Verfügung. Künftig zeichnet Stefanie Adams für die StTV-Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

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Einstimmig sprachen sich die über 50 Mitglieder auch für eine modernisierte Vereinssatzung aus. Die regelt unter anderem, dass der StTV nun offiziell Stedinger Turnverein Berne von 1861 heißt. Schnare: „So haben wir uns zwar immer schon genannt – in der alten Satzung stand aber, dass wir Stedinger Turnverein von 1861 Berne heißen.“

Natürlich war die heiß ersehnte neue Sporthalle auch bei der Jahreshauptversammlung Gesprächsthema. Schnare bedauerte in diesem Zusammenhang, dass es derzeit keine sichtbaren Fortschritte bei der Planung der Halle gebe. Insbesondere aus dem Rathaus seien wenig greifbare Informationen zu erhalten. Differierende Angaben über die Baukosten für die Sporthalle – mal soll sie 2,8 Millionen Euro kosten, mal 2 Millionen Euro – mochte der StTV-Vorsitzende nicht kommentieren. „Ich wünsche mir vor allem, dass wir eine Halle mit drei Übungsteilen bekommen“, so Schnare. Außerdem legt der StTV Wert auf einen Anbau, in dem Fitnessraum und Sauna untergebracht werden können. Dass der Verein bereit ist, eigenes Geld für das Projekt beizusteuern, stellte Schnare klar. Schließlich hätten die Versicherungen das Geld für die beim Brand vernichteten Sportgeräte und für den vom StTV geleisteten Eigenanteil an den Gebäuden gezahlt. Für dringend erforderlich hält Schnare eine Verkleinerung des Arbeitskreises,

der sich mit dem Sporthallenbau befasst. Nur so könne man eine kompetente Planung sicherstellen.

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