Brake Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. Das trifft auch auf den Glühweinstand in der Fußgängerzone zu. Während sich hier auf der einen Seite viele Menschen einfinden, um besonders in den späteren Stunden einen Glühwein zu trinken, sorgt der Betrieb in der Nachbarschaft der Breiten Straße für Verdruss.

Jens Reiners betreibt die Bude seit 2003. „Bisher hatte mein Stand keine richtigen Öffnungszeiten, wir haben dicht gemacht, wenn der letzte Gast gegangen ist“, erzählt er. Das habe sich in diesem Jahr geändert. Das Ordnungsamt erließ einen Zapfenstreich. Von montags bis donnerstags darf der Stand bis 22 Uhr geöffnet sein, freitags bis 23 Uhr und sonnabends bis Mitternacht. Sonntags ist der Stand von 14 bis 19 Uhr für Besucher da.

Verärgert sind auch die Gäste. „In der Innenstadt ist so gut wie nie was los. Wenn sich dann mal was tut, passt es irgendwem nicht“, berichtet Michael Meier, der mit seiner Familie direkt gegenüber der Glühweinbude wohnt. Vom abendlichen Treiben fühlt er sich nicht gestört. Als problematisch empfindet er vielmehr die Autos, die zu späterer Stunde die Straße entlangfahren. Das sei auf jeden Fall lauter als die Gäste.

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Axel Grunwald leitet das Ordnungsamt der Stadt Brake und erklärt die Beschränkung: „Wir haben eine schriftliche Beschwerde von einem verärgerten Anwohner aus der Lindenstraße erhalten und waren auf dieser Grundlage gezwungen zu handeln“, erzählt der Beamte. Die neu verordneten Öffnungszeiten begründen sich auf der Nachtruhe, die ab 22 Uhr einzuhalten sei.

„Wir haben uns auch am Betrieb anderer Weihnachtsmärkte orientiert und auf dieser Grundlage einen akzeptablen Kompromiss gefunden“, rechtfertigt er die Entscheidung. Betroffen sind auch ähnliche Stände in Brake, beispielsweise an der Bahnhofstraße oder der Langen Straße.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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