Stadland Seefeld hat 2015 seine Einwohnerzahl verdoppelt – aber nur für einige Stunden. Es geschah am 1. Juni, als auf dem Hof von Patricia Vos und Jörg Schwarting in Norderseefeld Nord der Tag der Milch gefeiert wurde – einer der wenigen Höhepunkte im zu Ende gehenden Jahr. Mehr als 1000 Besucher kamen, überwiegend Kinder.

Goldene Olga

Der Betrieb des Ehepaars Vos/Schwarting war im Dezember 2014 als bester Milcherzeuger Niedersachsens ausgezeichnet worden und hatte dafür die Goldene Olga bekommen. Wirtschaftsminister Olaf Lies überreichte das goldfarbene Kunststoff-Tier am 2. Februar. Plötzlich stand Jörg Schwarting im Blickpunkt der Öffentlichkeit und musste Fernsehinterviews geben. Er wurde den Anforderungen bravourös gerecht – die ganze Familie Vos/Schwarting war ein Jahr lang das sympathische Gesicht der Landwirtschaft.

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Kunstpreis verliehen

Große Anerkennung erntete auch eine andere Seefelderin: Geeske Janßen. Die 28-jährige Tochter von Pastor Walter Janßen und seiner Frau Meike wurde für ihre Fotoserie „Der Bauernhof“ am 11. März mit dem Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherung Oldenburg ausgezeichnet. Der Preis ist mit 8000 Euro dotiert und war mit einer Ausstellung der jungen Künstlerin im Stadtmuseum Oldenburg verbunden.

Bahnhöfe saniert

Endlich barrierefrei präsentieren sich die Bahnhöfe Kleinensiel und Rodenkirchen. Die Bahnsteige wurden auf 76 Zentimeter erhöht, so dass Passagiere auf gleicher Ebene in den Zug einsteigen können. Zudem wurde in beiden Fällen die Ausstattung modernisiert. In Kleinensiel dauerten die Arbeiten von März bis Juni und kosteten eine Million Euro, in Rodenkirchen begannen sie im August und werden auf 2,9 Millionen Euro geschätzt. Dabei wurden beide Bahnsteige in Richtung Norden zum Bahnübergang verlegt; am 12. November ließ die Bahn den 105 Jahre alten Tunnel verfüllen.

Nur noch vier Tage

Der Rodenkircher Markt lockte im September nach Polizei-Schätzungen rund 150 000 Besucher an – zu wenig für fünf Tage. Deshalb beschloss der Rat im Oktober die Rückkehr zu vier Markttagen.

Sterne leuchten wieder

Große Freude löste in Rodenkirchen die neue Weihnachtsbeleuchtung aus. Nach einem dunklen Jahr leuchten seit dem 26. November wieder die Sterne. Zu verdanken ist dies dem ehrenamtlichen Engagement von Rolf Mannott, dem Vorsitzenden des Bürgervereins Achterdorp, und Alexander Knupp, dem Vorsitzenden des AT Rodenkirchen, die mit Unterstützung von Ute Nordhausen aus der Bürger- und Touristikinformation eine beispielhafte Spendenaktion ins Leben riefen, die von allen Bürgervereinen der Altgemeinde Rodenkirchen unterstützt wurde. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Statt der erforderlichen 17 000 kamen 21 000 Euro zusammen – ein kleiner Überschuss für weitere Anlagen.

Rückbau im Blick

Auch der Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser kam 2015 näher. Im Oktober und November lagen die vom Kraftwerksbetreiber Eon zusammengestellten Unterlagen aus. Mehr als 1000 Einwendungen gingen ein. Schwer tat sich der Gemeinderat: Am 29. Oktober setzte Schwarz/Grün die Beauftragung des atomkritischen Physikers Wolfgang Neumann, Hannover, als Gutachter durch, am 16. Dezember kassierte die Mehrheit aus SPD, WPS und Unabhängigen das Gutachten wieder ein. Nun schickt es Schwarz/Grün auf eigene Faust ans Umweltministerium. Im September wurde im Kernkraftwerk ein zweiter Interessenausgleich mit Sozialplan vereinbart.

1,2 Millionen fehlen

Kontroversen entwickelten sich im Rat auch um den Haushalt. Sie nahmen massiv an Schärfe zu, als sich im Juni herausstellte, dass sich die Verwaltung um sage und schreibe 1,2 Millionen Euro verrechnet hatte. Kämmerer Gerd Schierloh musste seinen Urlaub abbrechen und einen neuen Haushalt mit Sicherungskonzept aufstellen.

Gespart wird kaum, dafür steigen Steuern und Gebühren: Schon zum 1. August gingen die Kindergarten-Gebühren um rund 80 Prozent hoch, indem sie auf den Stand von 2005 zurückgesetzt wurden. Zum 1. Januar klettern die Hundesteuer um 20 Euro pro Hund und Jahr, die Grundsteuern auf 408 Punkte und die Gewerbesteuer auf 395 Punkte.

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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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