Seefeld Wie kann verhindert werden, dass weitere mit Vorsatz herbeigeführte tödliche Verkehrsunfälle bei der Gaststätte Seefelder Schaart geschehen? Vertreter der Landesstraßenbehörde, der Straßenmeisterei Nordenham, der Gemeinde Stadland, des Landkreises und des Polizeikommissariats Nordenham haben jetzt in einem weiteren Gespräch Sofortmaßnahmen und dauerhafte Lösungsmöglichkeiten vereinbart.

Darüber hat Bürgermeister Klaus Rübesamen Donnerstagabend während einer Gemeinderatssitzung im Rathaus informiert.

Nach der jüngsten Todesfahrt am vergangenen Freitag ist der stark beschädigte Gebäudeteil durch einen Bauzaun gesichert worden. Hier sollen baldmöglichst bedruckte Planen angebracht werden, damit das Gebäude nicht mehr für Autofahrer sichtbar ist. Zudem sollen Big Packs zwischen Bauzaun und Gebäudemauer platziert werden.

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Barrieren (Palisaden) zur vorübergehenden Absicherung sind bereits fertiggestellt, können aber erst eingebaut werden, wenn die Gebäudesanierung abgeschlossen ist. Wann das der Fall sein wird, ist noch unklar.

Der Landkreis ist bereit, nach dieser Übergangslösung die Kreisstraße 189 baulich so umzugestalten, dass Todesfahrer zur Tempo-Reduzierung gezwungen werden und so ihr Vorhaben hier aufgeben. Die Kreisstraße führt gradlinig auf die Landesstraße 855 vor der Gaststätte. Ziel ist, diese baulichen Veränderungen an der Kreisstraße im nächsten Jahr zu realisieren.

Anwohner geht dies aber nicht schnell genug. Das machten Wortbeiträge während der unterbrochenen Ratssitzung deutlich. Mehrere Mitglieder der Seefelder Bürgerinitiative waren ins Rathaus gekommen.

Bürgermeister Klaus Rübesamen sagte ihnen, die Gemeinde habe darauf gedrängt, dass rasch und schon in größerer Entfernung in Höhe des Ortsschildes an der Kreisstraße Einschränkungen der schnurgeraden Strecke realisiert werden. Das sei aber leider wegen der Grundstücksgegebenheiten nicht möglich.

Anlieger mahnten auch zum Schutz der Kinder Sofortmaßnahmen an. Eine Mutter sagte: „Unsere Kinder können schlecht schlafen und haben Albträume.“

Vielleicht könnten Anwohner auch selbst für Sicherheit sorgen, indem sie Autos auf der Straße versetzt parken, meinte ein Bürger. Elke Kuik-Janssen (Grüne) regte eine Verlegung des Fuß- und Radweges hinter die Gaststätte an.

Ratsmitglied Wolfgang Fritz (parteiloses Mitglied der CDU-Fraktion) aus Seefeld sagte wörtlich: „Ich fordere zu zivilem Ungehorsam auf.“ Anwohner sollten zum Beispiel Baustellen-Baken oder andere Hindernisse auf der Kreisstraße aufstellen.

Bürgermeister Klaus Rübesamen ermahnte ihn: „Es gibt den Straftatbestand der Gefährdung im Straßenverkehr. Wenn du dazu aufforderst, bist du ein Anstifter. Das dürfen wir um Gottes willen nicht machen.“

Michael Sanders (FDP) ermunterte die Anwohner in Seefeld, viel Druck beim Landkreis für eine möglichst rasche Lösung zu machen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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