Elsfleth Pünktlich zum Elsflether Krammarkt ist die „Lissi“ wieder zurück an ihrem angestammten Liegeplatz an der Kaje. Nach Ende der Sommerreisen war der Großsegler mit insgesamt 48 angehenden Schiffsoffizieren zur Ausbildungsfahrt auf der Ostsee unterwegs (die NWZ  berichtete). 28 von ihnen kamen von der Reederei Aida Cruises und 20 britische junge Männer und Frauen von der Reederei Carnival UK.

Gestartet waren die angehenden Schiffsoffiziere in Rostock, gemeinsam mit einer 13-köpfigen Stammcrew zu der neben Kapitän Jens Wilbertz auch Steuermänner, ein Maschinenbauingenieur, Maschinisten, Studenten höherer Semester der Elsflether Seefahrtschule und zwei Köche gehörten.

Reise über die Ostsee

Ihre Reise führte die Besatzung von Rostock über die Ostsee nach Södertälje (Schweden). Dort passierte die Lissi eine Schleuse, um zum See Mälaren zu gelangen. Durch die Schleuse sei das Gewässer zum Binnensee geworden. Dort konnten die Studenten ohne größeren Seegang die Grundzüge der Schifffahrt erlernen ohne der Berufsschifffahrt im Wege zu sein, erzählt Wilbertz.

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Zwar war dies für ihn bereits die vierte Ausbildungsfahrt mit Studenten der Aida-Reederei, dennoch sei die Reise eine neue Erfahrung gewesen. „Das war eine Route, die ich so auch noch nicht gefahren bin“, berichtet er.

Er experimentiere gerne mit neuen Zielen auf den Ausbildungsfahrten, denn interessante Orte behält er gleich für die Planungen der „Lissi“-Sommerreisen im Hinterkopf, verrät er.

Die nächste Station auf der Ausbildungsfahrt war aber das schwedische Mariefred. Dort befindet sich das Schloss Gripsholm, das in Deutschland vor allem durch den gleichnamigen Roman von Kurt Tucholsky bekannt ist. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut.

„Es war schon lange mein Traum, dort einmal von der Wasserseite aus heranzufahren“, schwärmt Kapitän Wilbertz. Auf dem Weg dorthin musste der Großsegler nach einer Schleuse drei bewegliche Brücken passieren.

„Es ist schon ein im wahrsten Sinne des Wortes erhebendes Gefühl, wenn vor einem auf einmal die Autobahn(-brücke) wegklappt“, erzählt Wilbertz.

Weiter ging es in die Hafenstadt Västeraas, die jedoch von der Handelsschifffahrt heute kaum noch genutzt wird. Die Bevölkerung habe die „Lissi“ und ihre Besatzung sehr freundlich aufgenommen und willkommen geheißen, freut sich Wilbertz.

Auf ihrem weiteren Weg über Mariehamn, Stockholm, Visby, Karlskrona, Wismar und schließlich wieder Rostock legten die „Lissi“ und ihre Besatzung insgesamt 1505 Seemeilen zurück.

Tüchtige Seeleute

Die angehenden Schiffsoffiziere zeigten sich als fähige Seeleute, die sehr motiviert und aufgeweckt an die Ausbildung herangingen, freut sich Wilbertz. „Es hat super Spaß gemacht“, erzählt er, der sich der Schifffahrt selbst schon von Kindesbeinen an verbunden fühlt. Seinen Erfahrungsschatz teilt er deswegen gern mit den angehenden Schiffsoffizieren.

„Vor allem in der freien Wirtschaft gibt es immer wieder Leute, die ihr Wissen nicht preisgeben wollen, weil sie Angst haben, sich auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt neue Konkurrenten heranzuzüchten“, weiß der Kapitän, der an der Elsflether Seefahrtschule lehrt.

Doch das mussten die angehenden Seeleute auf der Ausbildungsfahrt nicht befürchten. Nach einer Einweisung in die Bordordnung lernten sie im 24-Stunden-Betrieb die Grundzüge einer guten Seemannschaft.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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