Rodenkirchen Der Bauboom geht auch in Rodenkirchen weiter: Gleich hinter dem Altenheim Am Friesenhof entstehen zwei Acht-Parteien-Häuser. Und ein drittes Haus ist schon im Gespräch.

Claus Töllner verkaufte

Für einen Fototermin nahmen die Verantwortlichen Spaten in die Hand. Dabei waren auch die ehemaligen Eigentümer der Fläche, der 88-jährige Claus Töllner und seine Frau Margret. Sie haben sich in dem Haus, das zuerst gebaut wird, eine Wohnung gesichert. Damit gehören sie zu den Investoren, die sieben der acht Wohnungen gekauft haben. Fertiggestellt sein sollen sie bis zum 30. Juni 2020, sagt Karl-Heinz Kahler.

Der frühere Leiter der Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen ist heute auf Honorarbasis als Vertriebsleiter des Oldenburger Unternehmens Baukonzept Nord tätig, das die Häuser errichten lässt.

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Für Planung und Ausführung ist die AMR Wohnbau, ebenfalls mit Sitz in Oldenburg, zuständig. Fünfter im Bunde beim Fototermin: Murat Kagavuran, Immobilienberater bei der Raiffeisen-Volksbank Varel/Nordenham. Seit dem vergangenen Oktober hat er nicht nur sieben der acht Wohnungen im ersten Haus verkauft, sondern auch schon drei im zweiten Haus; dazu kommen zwei Reservierungen in dem Folgeprojekt, für das noch nicht einmal eine Baugenehmigung vorliegt.

Die Investoren, sagt Murat Kagavuran, kommen nicht nur aus Stadland, sondern auch aus dem Ammerland und aus Hannover. Einige wollen die Wohnungen selbst nutzen, andere Geld anlegen.

Nicht nur der alte Baumbestand auf dem Grundstück mache die Neubauten attraktiv, auch die Nähe zum Altenheim, zum Sieltief und zum Weserdeich. Die rollstuhlgerechten Wohnungen mit Fahrstuhl sind 55 bis 89 Quadratmeter groß, sie stoßen auch bei jungen Leuten auf Interesse.

Geheimnisse im Boden?

Allerdings ist das Grundstück nicht nur schön, sondern auch schwierig, denn es gilt als Bodendenkmal – einerseits, weil es zu einer Wurt gehört, andererseits, weil hier unter der Erde noch Reste der Schlacht an der Hartwarder Landwehr von 1514 vermutet werden. Deshalb musste die Baufirma das Fachbüro Denkmal3D aus Vechta einbeziehen, dessen Archäologen bei den Erdarbeiten ganz genau hingucken werden. Sollten sie in größerem Umfang fündig werden, könnte das die Bauzeit verlängern. Und deshalb dauerte es auch vom Bauantrag bis zur Baugenehmigung im Mai zehn Monate.

Gegründet werden die Neubauten auf Pfählen. Für den ersten Abschnitt sind 34 Pfähle vorgesehen, die bis in 24 Meter Tiefe gebohrt werden sollen, sagt Bauleiter Bernhard Wieghaus.

Wegen des großen Interesses an den Wohnungen hat sich Baukonzept-Nord-Geschäftsführer Ralf van Döllen das Nachbargrundstück mit den ehemaligen Tennisplätzen gesichert. Dabei denkt er an Single-Wohnungen mit 50 Quadratmetern Fläche.

Claus Töllner hatte das Grundstück zunächst für die Landwirtschaft genutzt und von Anfang der 70er Jahre bis 1992 für die Vermietung an Gäste. Vor allem Mitarbeiter des Kernkraftwerks wohnten in den 17 Zimmern des Gästehauses, das da stand, wo die Neubauten errichtet werden.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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