Rodenkirchen Eine Gülleausbringung, die künftig nicht mehr an den Lagerkapazitäten, sondern am Bedarf der Pflanzen ausgerichtet ist, erfordert Investitionen in neue Technik und Anlagen. Damit sind jedoch enorme Kosten verbunden.

Rund 80 Teilnehmer

Ob diese Ausgaben von den Landwirten geleistet werden können, müsse einzelbetrieblich bewertet werden, erläuterte Ringleiter Steffen Habben den rund 80 Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung des Beratungsrings Wesermarsch in der Rodenkircher Markthalle.

In seinem Vortrag über Nutzen und Kosten zusätzlicher Güllelager und bodennaher Gülleausbringung wies Steffen Habben darauf hin, dass ein Güllesilo für einen regional durchschnittlichen Betrieb beim Landwirt ein Loch von gut 80 000 Euro in die Kasse reiße. Die Investitionskosten in Technik mit streifenförmiger und bodennaher Ablage der Gülle – der Schleppschuh-Technik – beliefen sich auf rund 30 000 Euro. Alle diese Investitionen seien zwar sinnvoll, müssten für den Landwirt aber auch rentabel sein.

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Aufwand nicht gedeckt

Die Vorteile lägen zwar auf der Hand, seien ökonomisch aber schwer darstellbar, sagte Habben.

In der bodennahen Gülleausbringung liege die Zukunft. Mit zunehmender Betriebsgröße könnte der Einsatz der Technik interessanter und auch Investitionen in Lagerkapazitäten tragbarer werden. „Der nachhaltig wirtschaftende Betrieb, der auch in Zukunft bestehen will, sollte sich ernsthaft mit neuen Verfahren und anstehenden Investitionen auseinandersetzen, auch wenn der Aufwand durch die Ersparnisse aktuell nicht gedeckt werden kann“, sagte Steffen Habben.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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