Rodenkirchen Seit dem ersten Spatenstich im Juni hat sich einiges getan. Das erste, von im Moment zwei geplanten Mehrfamilienhäusern an der Straße Am Friesenhof in Rodenkirchen, ist schon halb hochgezogen. Nun hatte das Bauunternehmen zur offiziellen Grundsteinlegung geladen. Und zahlreiche Wohnungseigentümer, Vertreter der beteiligten Unternehmen sowie Ratsmitglieder, Bürgermeister Klaus Rübesamen und Nachbarn der neuen Wohnhäuser waren der Einladung gefolgt.

Zeitkapsel gepackt

Ralf von Döllen, Geschäftsführer des Unternehmens Baukonzept-Nord, hatte für die Grundsteinlegung eine Zeitkapsel vorbereitet. Diese befüllte er vor den Augen der Gäste mit einer Urkunde mit Unterschriften der bei der Grundsteinlegung Anwesenden, den Bauplänen, aktuellen Tageszeitungen und einen Satz Euro-Münzen. „Wer weiß, welche Währung es in 50 Jahren geben wird“, sagte er. Bürgermeister Klaus Rübesamen wurde die Ehre zu Teil, die Zeitkapsel an dem dafür vorgesehenen Platz im Mauerwerk zu verstauen und den Grundstein einzusetzen. Polier Alexander Beljau sorgte dann dafür, dass dieser fachgerecht eingebaut wurde.

„Es hat lange gedauert – gut viereinhalb Jahre“, sagte Ralf von Döllen in seiner Begrüßungsrede. Im September 2015 hatte die Firma Baukonzept Nord das Grundstück gekauft. „Und es zog sich. Wir mussten erst verschiedene Aufgaben mit dem Landkreis und der Denkmalschutzbehörde abstimmen“, ließ er die lange Planungsphase noch einmal Revue passieren.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Denn die Grundstücke gehören zu einem Areal, das als Bodendenkmal gilt, einerseits weil es zu einer Wurt gehört, andererseits, weil dort Überreste der Schlacht an der Hartwarder Landwehr von 1514 vermutet wurden. Deshalb mussten alle Bodenarbeiten mit der Bodendenkmalpflege abgestimmt und von der Behörde genehmigt werden, berichtete Ralf von Döllen. Aus diesem Grund hatte sich das Unternehmen auch für eine Pfahlgründung entschieden, weil ein Bodenaustausch nicht möglich gewesen wäre. Alle Erdarbeiten wurden von Archäologen des Fachbüros Denkmal3D begleitet, berichtete Ralf von Döllen.

Einige kleinere Funde, wie Scherben und Münzen, seien bei den Erdarbeiten tatsächlich zu Tage befördert worden, sagt Ralf von Döllen, ein großer Fund blieb aber aus. Seit dem ersten Spatenstich im Juni gingen die Arbeiten deshalb zügig voran. Das Unternehmen hält an einer Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, also des ersten von zwei Mehrfamilienhäusern, Ende Juni 2020 fest.

Für das zweite Haus (den zweiten Bauabschnitt) wurde bereits die Baugrube ausgehoben. Insgesamt 16 Wohnungen – acht pro Haus – werden entstehen. Die Wohnungen werden alle barrierefrei sein. „Barrierefrei, nicht altersgerecht“, betonte Ralf von Döllen.

Denn altersgerechte Wohnungen dürfen tatsächlich nur von Mitbürgern ab einem bestimmten Alter bezogen werden. Zwar seien ältere Menschen auch die Zielgruppe, die mit den neuen Wohnungen angesprochen werden soll, doch nicht ausschließlich. „Wir wollten es bewusst offen halten. So dass die Wohnungen zum Beispiel auch von jüngeren Menschen mit Einschränkungen genutzt werden können“, sagte Ralf von Döllen.

Generationen verbinden

Die Nähe zum direkt gegenüberliegenden Wohn- und Pflegezentrum Friesenhof mache die neuen Wohnungen jedoch natürlich vor allem für Senioren interessant, meinte er. Die Schaffung von barrierefreien Eigentumswohnungen ermögliche es den Rodenkircher Senioren auch weiterhin in ihrem Heimatort wohnen bleiben zu können, lobte der Bürgermeister, auch dadurch, dass sie das Angebot des Pflegeheims nutzen können. So stärken die neuen Wohnungen stärken die Bindung zwischen Generationen, meinte Klaus Rübesamen. Mit der Grundsteinlegung sei der Bau auf der Zielgraden. Das Projekt sei gut für Rodenkirchen, gut für Stadland und gut für die Region, sagte er.

Baukonzept Nord hat sich inzwischen auch ein drittes Grundstück Am Friesenhof – die ehemaligen Tennisplätze – gesichert. Auch dort soll ein Wohnhaus entstehen. Hier sei das Unternehmen derzeit in Gesprächen über eine mögliche Kooperation mit dem Pflegezentrum. Doch die Gespräche stünden noch ganz am Anfang, sagte Ralf von Döllen.

Inzwischen sind alle acht Wohnungen des ersten Wohnhauses verkauft. Auch für das zweite Haus gibt es bereits Reservierungen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.