Brake „Es war überwiegend eine erfüllte Zeit“, sagt der Raumplaner Jochen Paukstadt anlässlich seines Dienstjubiläums rückblickend auf über 25 Jahre in der Fachplanung des Öffentlichen Dienstes.

Der 60-Jährige ist Raum- und Regionalplaner beim Landkreis Wesermarsch. Derzeit ist er noch beurlaubt. Ab dem 1. Januar 2016 soll ihm eine neue Tätigkeit dort zugewiesen werden.

Die Aufgaben der Raumordnung und des Städtebaus haben Jochen Paukstadt erst in der zweiten Hälfte des Studiums fasziniert. Er sei diesen Weg konsequent in der Ausbildung, der Forschung und in seiner beruflichen Tätigkeit gegangen, sagt er gegenüber der NWZ .

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Diplom-Geograf studierte an der TU Hannover Geografie, Raumordnung und Landesplanung, Städtebau und öffentliches Recht. Seine beruflichen Wege führten ihn an das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (Hannover) über die Regionalplanung (Landkreis Hildesheim) zur Stadt- und Entwicklungsplanung (Stadt Langenhagen). „Es ist die Vielfalt der Tätigkeiten, von der Entwicklungsplanung, Strukturanalytik bis zu Planungsinhalten der Stadt- und Raumplanung, die mich immer wieder begeisterten“, sagt Jochen Paukstadt.

Im Landkreis Wesermarsch nahm er seine Tätigkeit 1992 im Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung auf. „Als einziger Landkreis in Niedersachsen hatte der Landkreis seinerzeit noch keinen Raumordnungsplan – das war schon eine fachlich besondere Herausforderung“, erinnert sich Jochen Paukstadt. Und so spannend gestaltete sich nach seinen Worten auch die fast zehnjährige Grundlagenarbeit zur Raumordnung für den Landkreis, die noch heute seine Rechtswirkung entfalte. Besonders gut erinnert er sich an die durchweg konstruktive gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen politischen Gruppen. „Es war einfach schön zu sehen, wie der erste Raumordnungsplan bei allen in Einstimmigkeit wuchs – mit Kuchen verdaute man mitunter die schwierigen Themen“, sagt er.

Dass die politischen Fahnen allerdings auch anders wehen können, musste der Raumplaner in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit einer Nebentätigkeit und einer anonymen Anzeige erleben. Die Unterstellungen der Bestechlichkeit, die Anklage durch Staatsanwaltschaft sowie in diesem Zusammenhang das Verhalten der Politik und der Verwaltung haben ihm sehr zugesetzt. Jochen Paukstadt habe sich nichts vorzuwerfen, so die Entscheidung der Gerichte (die NWZ  berichtete). Dennoch: „Hinter den Kulissen sind es Interessen Einzelner, die die Glut zu halten versuchen“ sagt Jochen Paukstadt.

„Jochen Paukstadt ist ein kompetenter Mitarbeiter und als Ansprechpartner über den Landkreis hinaus als ausgewiesener Fachmann bekannt und geschätzt“, so der frühere Vorgesetzte Stephan Maaß (Fachdienst Planen und Bauen beim Landkreis Wesermarsch). „Er hat immer nah an der Rechtslage seinen Standpunkt zu einem Thema gebildet.“ Dies sei auch das Gerüst seiner eigenen Arbeit in allen Planungsfragen und auch bei Bürgeranfragen, merkt Jochen Paukstadt an. Besonders liege ihm die Ausbildung und Betreuung des jungen akademischen Nachwuchses am Herzen, insbesondere, weil auch die fachlichen Anforderungen gegenüber früher erheblich gestiegen seien und die politischen Arbeitsfelder stärker in den Vordergrund rückten.

Bis heute ist der Raumplaner noch in verschiedenen Forschungsvorhaben der Niedersächsischen Landesplanung und Raumordnung tätig und betreut zusätzlich Studenten bei ihren Diplom- oder Masterarbeiten. „Dieser Beruf war die richtige Entscheidung. Ich hoffe, auch künftig meine Erfahrungen in die Raum- und Planungswissenschaft einzubringen.“

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.