BURHAVE BURHAVE - Ein vielfältiges Meinungsspektrum kennzeichnete die Gespräche am Stand der Rollenden Redaktion der NWZ in Burhave. Wie bereits berichtet, machten Butjenter im Gespräch mit NWZ-Redakteur Horst Lohe jedoch sehr deutlich, dass sie unabhängig von allem kommunalpolitischen Streit sehr gerne in der Seebäder-Gemeinde leben. Die aktuelle Entwicklung beim politischen Dauerbrenner Verschlickung lässt viele Bürger allerdings nicht kalt.

Hier einige weitere Stimmen:

Siegfried Entrich stammt aus Breslau, lebt seit 1946 in Burhave. „Ich spreche kein Plattdeutsch, das stört mich. Freunde und Bekannte sagen: ’Sigi, das lernst du nicht mehr’. Ich sage dann humorvoll zurück: ’Aber ihr seid selber Schuld, weil ihr nicht genug Platt im Alltag sprecht.’“ Der Burhaver findet es nicht gut, wenn Mitbürger „über den Gemeinderat hetzen; die Ratsmitglieder wollen doch auch nur das Beste.“

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Hannelore und Dieter Winkler sind vor sieben Jahren von Dortmund nach Burhave gezogen. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen hier ist sehr auffallend. Wir haben wirklich gute Nachbarn und haben uns dank der Hilfe der Butjenter integrieren können.“

Gudrun Dekker: „Wir kommen aus Hamm in Westfalen und haben hier ein Ferienhaus. Die Luft gefällt uns sehr. Bis jetzt ist uns noch nichts aufgefallen, was wir nicht mögen.“

Hinrich von Häfen mit ironischem Unterton: „Nun ist also ganz offiziell die Verschlickung kein Tabu-Thema mehr. Das Wetter wendet sich. Man muss sich fragen, ob die Verantwortlichen in Butjadingen davon nicht schon vor den Wahlen im Herbst gewusst haben. Ein Bürger hat damals nach dem Tourismusgutachten gefragt und der Bürgermeister hat in althergebrachter Weise nichtssagend und lavierend geantwortet. Die jetzt eingeläutete Wende mag ja von Vorteil für Butjadingen sein. Politisch ist das aber nicht sauber gelaufen. Es fehlt wieder einmal an Transparenz. Stellt sich nur die Fage, welcher Partei der Bürgermeister jetzt beitreten will. Denn: Wer mit den Wölfen heult und nicht zum Rudel gehört, könnte ganz leicht weggebissen werden.“

Renate Müller aus Langwarden stört die Raserei in den Ortschaften, vor allem in Langwarden. „Wir haben Schäden an unseren Häusern. Die Häuser an der Ortsdurchfahrt in Langwarden wackeln und wir haben Risse. Außerdem verfällt langsam der leer stehende Gasthof.“

Lothar Seidel aus Burhave: „Burhave ist nach wie vor schön. Hier kann man seinen Lebensabend verbringen. Wenn auch die Strandhalle erhalten bliebe, würde Burhave noch schöner bleiben.“

Silke Trolldenier aus Ruhwarden: „Wir müssen positiv denken. Wir müssen nach vorne denken. Die Zankerei ist unerträglich. Ich finde auch die Nordsee-Lagune in Burhave interessant und hoffe, dass sie einen Schub für den Tourismus bringt.“ Bezüglich der politischen Wende in Sachen Verschlickung ist sich Silke Trolldenier nicht sicher: „Was bedeutet das für die Zukunft des Kutterhafens? Was heißt ’touristisches Gesamtkonzept’? Ich setze auf Kulturtourismus. Den Skulpturenpfad rund um den Jadebusen haben wir schon. Jetzt kommen sechs Skulpturen entlang der neuen Strandpromenade zwischen Burhave und Fedderwardersiel. In Langwarden entstehen ’unsichtbare Sehenswürdigkeiten’. Mit alledem muss Reklame gemacht werden. Auch ein Anbau an das Museum in Fedderwardersiel wäre wichtig. Ich sehe riesige Werbemöglichkeiten für Kulturtourismus.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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