Nordenham Nicht nur für die Wetterstatistiker, sondern auch für die Arbeitsmarktforscher ist der November ein trüber Monat. Normalerweise. In diesem Jahr sieht das in der nördlichen Wesermarsch aber ganz anders aus: In Nordenham, Butjadingen und Stadland sind die Erwerbslosenzahlen nicht gestiegen, sondern gesunken. „Entgegen der sonst saisontypischen Bewegung hat sich der positive Trend fortgesetzt“, freut sich der Arbeitsvermittler Frank Albers über die anhaltend gute Entwicklung.

Im Bereich der Agentur für Arbeit in Nordenham, die auch für die Gemeinden Butjadingen und Stadland zuständig ist, verringerte sich der Erwerbslosenbestand im November auf 1497. Besonders im Jahresvergleich (-5,0 %) ist das laut Frank Albers ein „überraschend deutlicher Rückgang“. Gegenüber dem Oktober, als 1517 Menschen bei der Nordenhamer Agentur arbeitslos gemeldet waren, fällt das Minus mit 1,3 Prozent zwar geringer aus. Aber entscheidend ist der stabile Trend zum Positiven.

Frank Albers spricht von einem „robusten Arbeitsmarkt“ und hebt hervor, dass die Zahl der Erwerbslosen im Norden der Wesermarsch erstmals seit dem Oktober 2014 wieder unter die Marke 1500 gefallen ist. Die aktuelle Erwerbslosenquote liegt bei 7,2 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 7,3 Prozent und vor einem Jahr 7,6 Prozent.

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Dass es auf dem Arbeitsmarkt in Nordenham, Butjadingen und Stadland so gut aussieht, führt Frank Albers auf eine „allgemein gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften“ zurück. Einen großen Anteil daran habe das boomende Baugewerbe. Auch der sonst im Spätherbst übliche Personalabbau im Hotel- und Gaststättengewerbe habe sich bisher kaum bemerkbar gemacht.

Von der stabilen Arbeitsmarktlage profitieren im Jahresvergleich die Frauen (-4,5 %) und die Männer (-5,0 %) nahezu gleichermaßen. Der Anteil der älteren Erwerbslosen über 50 Jahre ist allerdings seit dem November 2015 leicht gestiegen (+1,2 %).

Noch wesentlich stärker zugenommen hat die Zahl der arbeitslosen Ausländer: innerhalb eines Jahres von 66 auf 276. Das entspricht einem Zuwachs von 31,4 Prozent. Die Ursache dafür besteht laut Frank Albers vor allem in der Tatsache, dass sich immer mehr Flüchtlinge aus Krisenländern wie Syrien, Irak, Iran und Afghanistan arbeitslos melden. Nach dreimonatiger Übergangsphase ist neu eingetroffenen Flüchtlingen eine Erwerbstätigkeit erlaubt. Als Hilfestellung bei der Jobsuche werden ihnen berufsbezogene Sprachkurse und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten.

In ihrem Stellenbestand hat die Agentur zurzeit 240 unbesetzte Jobs. Das sind 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Gesucht werden besonders Zeitarbeitskräfte sowie Personal in den Bereichen Gesundheit/Sozialwesen, Gastgewerbe, Verkehr und Lagerlogistik.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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