ELSFLETH Bestürzung und Bedauern durch alle politischen Lager wegen der Schließung der überaus erfolgreichen Schlecker-Filiale in der Steinstraße. „Das ist eine Frechheit“, reagierte Ratsherr Edgar di Benedetto (Die Linke) am Mittwoch nach Bekanntwerden der Pläne.

Die Schlecker-Filiale gehörte zu den erfolgreichsten der 600 Läden im Nordwesten Deutschlands. Jetzt wurde bekannt: Im Zuge der Pleite des Unternehmens wird auch diese Filiale geschlossen. Die Filialleiterin und die vier fest angestellten Teilzeitkräfte bekommen zum Ende des Monats ihre Kündigungen. „Wir bedauern das sehr“, sagte eine der Mitarbeiterinnen.

Noch am Mittwoch legten die Mitarbeiter in der Filiale eine Unterschriftenliste gegen die Schließung aus, auf der sich schon viele Kunden gegen das Vorhaben ausgesprochen haben. Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Filiale um die Hälfte vergrößert, die Gebäudefassade bekam ein neues Gesicht. Doch in den darauffolgenden Monaten nach der Eröffnung war der Niedergang des Unternehmens schon spürbar: Richtig voll wurden die Regale nicht mehr. Es schien, als sei die Filiale nach dem Umbau viel zu groß für die Anzahl der Artikel. Vorboten der drohenden Zahlungsunfähigkeit? Bis zuletzt bestand Hoffnung, dass der Frequenzbringer in der Innenstadt erhalten bleibt. Das Problem: Die Filiale gehörte nicht zur neuen Schlecker XXL GmbH. Nur diese sollen nämlich von einem Münchner Investor weitergeführt werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Auch die anderen politischen Parteien und viele Bürger äußerten ihren Unmut. FDP-Fraktionschef Horst Kortlang sagte gegenüber der NWZ : „Menschlich ist der Vorgang absolut bedauerlich. Ich kann nur das Gezeter der Gewerkschaften nicht verstehen. Erst rufen sie zum Boykott der Filialen auf. Jetzt fordern sie, dass der Steuerzahler für die Insolvenz bezahlt. Sie hätten früher das soziale Gewissen im Unternehmen sein müssen.“ Di Benedetto äußerte auf Anfrage sein Unverständnis. „Ich kann nicht verstehen, warum die Schlecker-Filiale im letzten Sommer so aufwendig umgebaut wurde. Da musste doch intern schon absehbar gewesen sein, was passiert.“ Er fügt hinzu: „Dass die Schlecker-Familie angeblich kein Geld mehr hat, ist doch ein makabrer Witz.“

Elsfleths CDU-Chef Gerd Schulz reagierte mit Bedauern. „Ich habe die Unterschriften-Liste unterschrieben. Diese Filiale schrieb schwarze Zahlen.“

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/tv

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.