Nordenham „Es gibt keinen Grund, Nordenham schlecht zu reden – nicht als Arbeitsort, aber eben auch nicht als Wohnort.“ Dieses Fazit zieht Christine Völker, Mitarbeiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, aus der Analyse der Entwicklung der Pendlerzahlen.

Danach ist der Einpendler-Überschuss stark gewachsen – also die Zahl der Arbeitnehmer, die nicht in Nordenham wohnen, hier aber arbeiten. Nordenham ist somit eindeutig ein guter Arbeitsort.

Zugleich hat aber auch die Zahl der Menschen deutlich zugenommen, die auspendeln – also der Menschen, die sich für Nordenham als Wohnort entschieden haben, obwohl sie außerhalb arbeiten. Nordenham ist somit auch ein attraktiver Wohnort.

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Die Stadt hat etwa 27 000 Einwohner und alleine in der Industrie rund 6000 Arbeitsplätze.

 15 Prozent

Die Zahl der Einpendler ist von 3347 im Jahr 2012 auf 3842 im Jahr 2016 angestiegen. Das ist ein Zuwachs von etwa 500 Pendlern (15 Prozent).

Mehr als die Hälfte der Einpendler kommen aus dem Landkreis Wesermarsch. Im Jahr 2016 waren es 713 aus der Gemeinde Butjadingen, 736 aus Stadland, 415 aus Brake und 388 aus der übrigen Wesermarsch.

379 Beschäftigte pendelten aus Bremerhaven ein, 123 aus der Stadt Oldenburg und 369 aus dem Landkreis Cuxhaven.

Besonders stark ist im Zeitraum 2012 bis 2016 die Zahl der Einpendler aus Bremerhaven gestiegen (plus 50,39 Prozent), gefolgt von Einpendlern aus der Region Landkreis Oldenburg, Delmenhorst, Kreis Osterholz-Scharmbeck, Wilhelmshaven und andere Regionalbereiche (um 44,76 Prozent auf 498 Arbeitnehmer).

Deutlich zugelegt hat auch die Zahl der Einpendler aus dem Landkreis Ammerland (um 40,38 Prozent auf 73 Beschäftigte) und aus dem Landkreis Cuxhaven (um 28,57 Prozent auf 369 Pendler).

 12,5 Prozent

Die Zahl der Auspendler hat nicht ganz so stark, aber ebenfalls deutlich zugenommen: von 2980 im Jahr 2012 auf 3353 im Jahr 2016. Das entspricht einem Zuwachs von 12,5 Prozent.

Die meisten (1085) haben ihren Arbeitsort in der Region Landkreis Oldenburg, Delmenhorst, Kreis Osterholz-Scharmbeck, Wilhelmshaven und andere Regionalbereiche. Ihre Anzahl hat von 2012 bis 2016 um 28,7 Prozent zugenommen.

Ebenfalls viele zieht es nach Brake: 615. In Bremerhaven arbeiten 454, in der Stadt Oldenburg 289, in Stadland 262, in Butjadingen 239, im Landkreis Friesland 157, im Landkreis Cuxhaven 92.

Am stärksten zugelegt (um 58,5 Prozent) hat die Zahl der Nordenhamer, die im Kreis Friesland arbeiten. Die Zahl der Pendler nach Oldenburg wuchs um 32,5 Prozent. Die Zahl der Pendler, die im Landkreis Cuxhaven tätig sind, erhöhte sich um 22,6 Prozent.

Nach Einschätzung von Christine Völker spielt nicht alleine die Attraktivität eines Wohnortes eine Rolle bei der Entscheidung, ob ein Pendler hier bleibt, weil er die Entfernung zum Arbeitsort für zumutbar hält – oder umzieht. Wichtig können auch berufliche Gründe (etwa wenn der Arbeitsvertrag befristet ist) oder persönliche oder familiäre Gründe sein – zum Beispiel, wenn die Kinder nicht die Schule wechseln sollen.

Laut Christine Völker muss sich Nordenham dennoch auch als Wohnort noch attraktiver darstellen, damit mehr Berufstätige die Stadt kennen und schätzen lernen.

 Karriere ganz oben

Damit sich Fachkräfte ein besseres Bild machen können, ist Nordenham seit einem Jahr im Internet-Portal „Karriere ganz oben“ vertreten. Unter der Rubrik „So sehen wir unsere Stadt“ nehmen Nordenhamer persönlich Stellung – unter anderem Steelwind-Geschäftsführer Dieter Sichau, Medienkauffrau Emily Hartinger und Jean-Baptiste Bertin (Ingenieur bei der Nordenhamer Zinkhütte).


     www.karriere-ganzoben.de 
Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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