BLEXEN Kronos Titan hat seine Klage gegen die erneute Vertiefung der Außenweser zurückgezogen. In einem Vergleich mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat das Blexer Chemieunternehmen im Gegenzug eine bessere Beweissicherung erreicht.

Folgekosten drohen

Genau das war, wie berichtet, auch das Ziel der Klage gewesen. Kronos Titan lehnt die Weservertiefung nicht generell ab, will aber nicht auf möglichen Folgekosten sitzenbleiben, sondern sie dem Verursacher in Rechnung stellen können. Schon jetzt leidet das Unternehmen erheblich unter den Folgen früherer Weservertiefungen, sagt Werkleiter Peter Aengeneyndt.

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Sie betreffen den Pier, wo das Werk Tag für Tag 25 000 Kubikmeter Weserwasser entnimmt, mit dem es das Eindampfen der Schwefelsäure und verschiedene Vorgänge bei der Herstellung von Titandioxid abkühlt. Rund um den Einlass lagern sich erhebliche Mengen Schlick ab. Ein- bis zweimal im Jahr lässt Kronos sie von einem Spülschiff entfernen, das kostet bis zu 100 000 Euro im Jahr.

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Schlickpartikel im Weserwasser, die das Unternehmen nicht in die Weser zurückleiten darf. Deren Beseitigung schlägt mit bis zu einer Million Euro im Jahr zu Buche.

„Schlick wird es hier immer geben, aber wir befürchten, dass sich nach der nächsten Vertiefung noch mehr ablagert“, sagt Peter Aengeneyndt. Ob es wirklich so kommt, wird die Beweissicherung zeigen. Sie war im Planfeststellungsbeschluss für die Weservertiefung schon vorgesehen, aber nicht genau beschrieben worden. Das ist durch den Vergleich anders geworden.

Ein Peilschiff wird auf Kosten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung regelmäßig die Schlickhügel vor dem Kronos-Titan-Pier messen. Sollten sie höher ausfallen als bisher, muss das Bundesamt die Kosten für einen weiteren Einsatz des Spülschiffes übernehmen.

Baggern abstimmen

Zudem verpflichtet der Vergleich das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremerhaven, seine Baggerarbeiten im Umkreis des Kronos-Titan-Piers mit dem Unternehmen abzustimmen, damit die Arbeit des von Kronos bezahlten Spülschiffes nicht binnen kurzer Zeit zunichte gemacht wird.

„Das ist ein Kompromiss“, kommentiert Peter Aenge- neyndt im Gespräch mit der NWZ  den Vergleich. „Wir hätten uns natürlich auch noch mehr vorstellen können.“ Doch dann hätte das Unternehmen an der Klage festhalten müssen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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