BRAKE Margot Harjes ist enttäuscht. Enttäuscht über ihre Behandlung im St. Bernhard-Hospital in Brake, die ihrer Meinung nicht den christlichen Werten des Hauses entspricht.

Am 11. März kam die Golz-warderin wegen eines Bandscheibenvorfalls in die Klinik. Am 14. März wurde ihr dann – trotz weiterhin bestehender Schmerzen – mitgeteilt, dass sie mit sofortiger Wirkung nach Hause entlassen werde. „Meine Frau konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder laufen und war über ihre Entlassung irritiert, was sie dem Personal auch zum Ausdruck brachte“, gibt Erwin Harjes die Erzählungen seiner Frau wieder, die momentan in einer anderen Klinik behandelt wird.

Daraufhin sei der Chefarzt der Station Dr. Peter Janka erschienen, und hätte ihr den Vorschlag unterbreitet, sie im Rollstuhl über den Flur zu schieben, damit sie sehen könne, dass andere ihr Bett dringender benötigten. „Meine Frau hat ihm mitgeteilt, dass sie gegen dieses Verhalten vorgehen werde“, berichtet Erwin Harjes, „daraufhin wurde sie lautstark des Hauses verwiesen“. Neben dem Verhalten des Chefarztes stieß besonders die plötzliche Entlassung auf Unverständnis. „Wir konnten zu Hause doch gar nichts vorbereiten.“

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Dr. Peter Janka widerspricht in einem Gespräch mit der NWZ  hingegen dieser Darstellung: „Wir hatten an diesem Tag einen sehr hohen Belegungsdruck, teilweise mussten sich Patienten auf den Fluren umziehen“, erklärt Janka. Als Chefarzt fiele es dabei in seinen Aufgabenbereich zu schauen, welche Behandlungen erst einmal Vorrang genießen müssten.

Von einem Rausschmiss könne trotz der angespannten Situation jedoch keine Rede sein: „Es wurde Frau Harjes gesagt, dass sie bleiben könne, allerdings ein wenig Geduld haben möge, bis die angespannte Situation gelöst sei“, so Janka. Ein Angebot auf das sich Margot Harjes seinen Angaben zufolge allerdings nicht einlassen wollte.

„Die Patientin sollte darüber hinaus entsprechend ihres Krankheitsbildes zu Hause weiterversorgt werden“, widerspricht Janka dem Vorwurf seiner Patientin, praktisch ins „Nichts“ entlassen worden zu sein.

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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