Ovelgönne /Diekmannshausen /Schwei Der extrem trockene Sommer zeigt immer noch Wirkung, auch bei den Milchviehbetrieben in der Wesermarsch. „Keine Frage, es gibt eine regelrechte Futterknappheit“, sagt Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Wesermarsch, am Donnerstag im Gespräch mit der NWZ.

Die extreme Dürre habe dazu geführt, dass der Grünschnitt in der Wesermarsch um 40 Prozent geringer ausgefallen sei, als in normalen Jahren. „Es gibt Fälle, in denen die Betriebe sogar weniger als 50 Prozent Schnitt einfahren konnten, als in den Vorjahren“, betont Padeken.

Viele Landwirte müssten zukaufen und zugleich ihre Futterreserven angreifen. Padeken hofft, dass die kommende Saison vernünftige Erträge liefert und geht davon aus, dass man den ersten Schnitt der Saison Ende April bis Mitte Mai wohl in vielen Betrieben recht schnell verfüttern werde.

Kommentar

Massive Verluste

Für die Milchbauern der Wesermarsch war das nun wirklich kein schöner Sommer. Die enorme Hitze und die extreme Trockenheit haben zu massiven Ernteverlusten geführt.

Im Durchschnitt konnten 40 Prozent weniger Grünschnitt als normal eingefahren werden. Die Futterknappheit führte zudem zu steigenden Preisen. So mussten einige beispielsweise Heu doppelt so teuer einkaufen wie gewohnt.

In der Wesermarsch werden in Sachen Grünschnitt die Verluste mit 400 Euro pro Hektar beziffert. Der Sommer war damit nicht nur heiß, sondern auch teuer.

Nach Erwartung der Experten dürfte sich der Milchpreis im ersten Halbjahr zwischen 31 und 34 Cent pro Kilogramm einpendeln. Allein aus diesem Grund ist es für einige Betriebe jetzt enorm wichtig, dass die Dürrebeihilfen schnell auf den Weg gebracht werden.

„Von den Milcherträgen gibt es leistungsmäßig pro Kuh für den Berechnungszeitraum von Oktober 2017 bis September 2018 in der Wesermarsch allerdings keine Einbrüche. Das belegen die vorliegenden Zahlen“, sagt Padeken im Gespräch mit der NWZ. Und die werden in den Versammlungen der Milchkontrollvereine demnächst ein wichtiges Thema sein.
 Die Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins Schweierzoll findet am Mittwoch, 23. Januar, um 20 Uhr, im „Landhaus Diekmannshausen“ in Diekmannshausen statt.

Die Tagesordnung sieht nach der Begrüßung und Feststellung der satzungsgemäßen Einberufung der Versammlung und ihre Beschlussfähigkeit unter anderem die Bekanntgabe der Milchkontrollergebnisse des Kontrolljahres 2017/2018, die Rechnungsablage, die Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers sowie Wahlen des Vorstandes, der Vertrauenspersonen und der Rechnungsprüfer vor.

Anschließend wird über Aktuelles vom Landeskontrollverband Weser-Ems berichtet. Nach dem Punkt „Verschiedenes“ folgt der Vortrag „Eindrücke aus Siebenbürgen in Rumänien“ von der Referentin Ina Martens aus Jaderkreuzmoor. Eine Diskussion schließt sich an.

Der Vorstand hofft, dass diese Vorträge viele Kontrollvereinsmitglieder veranlassen, an dieser Versammlung teilzunehmen. Die Partner und Junglandwirte sind zu der Versammlung ebenfalls herzlich eingeladen. Die Versammlung beginnt um 20 Uhr mit einem großen Schnitzelbuffet.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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