NORDENHAM NORDENHAM - „Für unser Geschäft ist es positiv, weil es hier jetzt auch Parkplätze für die Autos gibt“, betont Elif Yagiz (16), Tochter des Inhabers von Obst und Gemüse Yagiz. „Die Kunden sagen, Parkplätze sind gut, und deshalb könnte unser Umsatz nach oben gehen“, meint sie. Was sie aber nicht so toll findet, ist, dass die Kinder im nördlichen Teil der Fußgängerzone nicht mehr richtig spielen können.

Heide Tecklenburg (40), Inhaberin eines Porzellan-Studios, möchte erst einmal die dreimonatige Testphase abwarten, bevor sie sich zur Öffnung der nördlichen Fußgängerzone für Autos äußert. „Natürlich ist das mit Hoffnung verbunden, denn im letzten Teil der Fußgängerzone ist nichts los, was sich jetzt ja vielleicht ändert“, sagt sie. Das Tempolimit von 10 km/h hält die Geschäftsfrau für angemessen.

Auch Anette Siemens (48), Mitarbeiterin bei Mode Schröder, ist der Ansicht, dass die nächsten drei Monate zeigen werden, ob sich die Freigabe für Autos positiv auf die Umsätze der Geschäftsleute auswirkt. „In anderen Städten hat es was gebracht – vielleicht ist es in Nordenham ja auch so“, hofft sie. „Die Stadt muss aber darauf achten, dass das Tempolimit hier eingehalten wird“, fordert sie.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Regina Gärtner (43), Angestellte beim Bastelkörbchen, ist sehr skeptisch. „Ich weiß nicht, ob es besser wird. Das muss man abwarten. Viele Leute laufen hier durch und sagen, wir dachten gar nicht, dass hier noch Geschäfte sind“, sagt sie. Für die Kinder findet sie es jedoch schade, denn die seien es gewohnt, sich frei in der Fußgängerzone zu bewegen.

Birgit Ahrens (33) macht sich Sorgen um ihre Söhne Fynn (1) und Timon (4). „Für die Kinder ist es schon eine Gefahr, wenn Autos durch die Fußgängerzone fahren dürfen. Ich finde, eine Fußgängerzone ist schöner, wenn sie auch wirklich eine richtige Fußgängerzone ist“, meint die Mutter. Sie würde auch keine Fahrräder mehr zulassen.

Rosemarie Gonschorek (64) und Horst Gonschorek (68) gehen nicht davon aus, dass zukünftig in der nördlichen Fußgängerzone mehr los sein wird. „Die Inhaber des Gemüseladens werden schimpfen, weil die Autoabgase das Gemüse verderben“, glaubt Rosemarie Gonschorek. Ihr Mann ergänzt: „Die Stadt sollte froh sein, dass es eine Fußgängerzone gibt und sie auch so lassen.“

Für Gerhard Bischoff (62) aus Aurich steht ein ganz anderes Problem im Vordergrund. „Die Freigabe für Autos bedeutet eine mächtige Kohlenstoffdioxid-Belastung, denn das wird ja auch beim langsamen Fahren freigesetzt“, meint der gebürtige Nordenhamer. „Um den nördlichen Teil der Fußgängerzone zu beleben, müsste man das Angebot dort attraktiver machen. Nur Bekleidungsgeschäfte sind nicht gut für den Wettbewerb“, meint er.

Renate Dyla-Toschek (47) und Adalbert Toschek (49) halten die Öffnung der nördlichen Fußgängerzone für Autos dagegen für etwas Positives. „Es dient der Wiederbelebung der Fußgängerzone“, meint Renate Dyla-Toschek. Eine Gefahr durch die Autos sieht ihr Mann nicht: „Woanders fahren auch Autos, und man kann ja aufpassen“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.