Nordenham /Wesermarsch „Die Unternehmen in Deutschland suchen händeringend Fachkräfte: Hier sind sie“, freute sich Studiendirektor Lars Otten. Die Gratulation des neuen Leiters der Berufsbildenden Schulen in der Wesermarsch galt 84 Absolventen in 13 Handwerks-Ausbildungsberufen. Sie nahmen während der Ausbildungs-Abschlussfeier der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch am Donnerstagabend in der Stadthalle Friedeburg ihre Gesellenbriefe in Empfang.

Zu dem Festakt begrüßte Kreishandwerksmeister Stephan Hayen nicht nur die jungen Frauen und Männer, die nach drei oder dreieinhalb Jahren ihre handwerkliche Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, sondern auch deren Familien, Ausbilder und die Inhaber der Ausbildungsbetriebe.

Zudem überbrachten die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen, SPD-Landtagsmitglied Karin Logemann und Vertreter einiger Städte und Gemeinden in der Wesermarsch den neuen Gesellen ihre Glückwünsche.

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Erfolgreiche Zukunft

Mit dem Erwerb des Gesellenbriefes hätten die Auszubildenden nicht nur eine wichtige Hürde genommen, sondern auch die Basis für eine erfolgreiche berufliche Zukunft erhalten, machte Lars Otten deutlich. Die Ausbildung im Handwerk sei gut und verantwortungsbewusst und biete den jetzigen Gesellen vielfältige Chancen. Der Studiendirektor hob dabei die Stärken der dualen Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule hervor.

Kein Verständnis zeigte Lars Otten für die Mittelkürzung des Landes im Bereich der personellen Ausstattung der Berufsschulen, die dadurch in den kommenden Jahren Lehrkräfte verlieren würden. Dagegen dankte er dem Landkreis Wesermarsch für die hervorragende Unterstützung. Die gute materielle Ausstattung der Schulen ermögliche eine qualitativ hochwertige Ausbildung.

Der Berufsschulleiter wies darauf hin, dass heute aufwachsende Kinder nur noch wenig mit dem Handwerk in Berührung kommen. „Kaputte Dinge werden gleich ersetzt statt repariert“, so Lars Otten. Er wünscht sich offene Werkstätten, in denen Kinder durch praktische Erfahrungen wieder Freude am handwerklichen Gestalten erhalten. Sie sollten darain aber nicht nur mit dem Hammer, sondern auch mit modernen Geräten wie den D 3-Drucker experimentieren oder kleine Roboter entwickeln können, so die Vision von Lars Otten.

Er bezeichnete es als Gewinn, dass Berufsorientierung jetzt in den Lehrplänen der Gymnasien fest verankert ist.

Die Überreichung der Gesellenbriefe durch die Innungsobermeister Stephan Hayen (Bauhandwerk), Udo Stallkamp (Dachdecker), Walter Tapken (Metaller), Sven Placküter (Kraftfahrzeug-Handwerk), Jens Krummacker (Sanitär- und Heizungstechnik), Lutz Petermann (Elektrohandwerk), Udo Klosterman (Tischler), Dirk Deters (Boots- und Schiffsbauer) und Hein-Gerd Rehse (Friseure) moderierte Lars Otten gemeinsamen mit Thomas Sturm, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Sie ließen dabei auch einige erfolgreiche Auszubildende zu Wort kommen.

Nicht nur über ihren Gesellenbrief, sondern auch über eine weitere Urkunde und über Präsente konnten sich Lotta Maria Focke aus Berne und Lina Heinze aus Bremen freuen. Die Tischlerin (Focke), die bei der Firma Fassmer in Berne ausgebildet wurde, und die Bootsbauerin (Heinze), die ihren Beruf bei der Bootswerft Winkler in Bremen erlernte, haben ihre Abschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden.

Belohnungen

Sie nahmen die zusätzlichen Belohnungen aus den Händen von Stephan Hayen, Andreas Hofschildt (Signal Iduna Versicherung), Ralf Jonat (LzO Brake) und Marco Zarske (Handwerkskammer Oldenburg) in Empfang.

Für den musikalischen Part vor, während und insbesondere nach der Verleihung der Gesellenbriefe hatte die Kreishandwerkerschaft die Nordenhamer Band Prime Time, „die weltbeste Band”, so Thomas Sturm, engagiert.

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Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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