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Nordenham Die Hitze der vergangenen Tage machte vielen zu schaffen. Auch an Haustieren gehen die hohen Temperaturen nicht spurlos vorüber. Der Tierschutzverein Wesermarsch appelliert deshalb an alle Tierhalter, zurzeit besonderes Augenmerk auf das Wohlergehen ihrer kleinen und großen Lieblinge zu legen. „Setzen Sie ihr Tier nie lange ungeschützt der Sonne oder Hitze aus“, bittet Petra Optatzi, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Autofahrten vermeiden

Unnötige Autofahrten sollten vermieden werden. „Leider kommt es immer noch vor, dass Hunde bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurückgelassen werden“, weiß Petra Optatzi. Dabei werde häufig unterschätzt, dass auch die Zeit eines vermeintlich „kleinen Einkaufs“ das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit erheblich aufheizen könne, gibt sie zu bedenken.

Bei einer Außentemperatur von 20 Grad Celsius werden nach nur fünf Minuten bereits 24 Grad im Auto erreicht, heißt es vom Tierschutzverein. Innerhalb kurzer Zeit können die Temperaturen aber ohne weiteres auch auf über 70 Grad ansteigen, mahnt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Auch ein teilweise geöffnetes Autofenster zeige dabei keinerlei Wirkung, sagt Petra Optatzi.

Sie appelliert deshalb auch an Passanten, die ein Tier bemerken, das über einen längeren Zeitraum allein in einem Fahrzeug bleibt, einzugreifen. Steht das Auto auf dem Kundenparkplatz eines Supermarktes, könne der Halter zum Beispiel ausgerufen werden. Im Notfall müsse die Polizei informiert werden.

Doch auch in der täglichen Routine gelte derzeit eine besondere Rücksichtnahme. Hundehalter sollten die Zeit des Gassigehens an heißen Tagen möglichst auf den Morgen oder Abend verlegen.

Zur Abkühlung für Katze oder Hund könne ein nasses Handtuch auf den Boden gelegt werden, schlägt Petra Optatzi vor. Auch kleine, mit Wasser gefüllte Wannen werden vor allem von Hunden oft gerne angenommen.

Katzenhalter sollten ihre Katze jedoch niemals mit Wasser besprühen, mahnt der Tierschutzverein. „Sie werden dadurch nur unnötig verschreckt“, weiß auch Petra Optatzi.

Für alle Tiere, vom Meerschweinchen bis zum Wellensittich, sollte an heißen Tagen ausreichend Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden. Auch Vögel und Bienen in der Natur brauchen an heißen Tagen Wasser, sagt Petra Optatzi. „Für Bienen und Hummeln kann man Zuckerwasser bereitstellen“, sagt sie.

Schattenplätze schaffen

Tiere, die in Freigehegen oder auf dem Balkon untergebracht sind, sollten ebenfalls die Möglichkeit haben, sich auf einen Schattenplatz zurückziehen zu können, teilt der Tierschutzverein mit. Dem schließt sich auch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an.

Immer wieder komme es zu Todesfällen, weil die Tiere in Käfigen oder Gehegen ohne ausreichende Schattenplätze der Sonne ausgesetzt werden, teilt die Behörde mit. Auch Schlafhäuschen bieten keine kühle Ausweichmöglichkeit, mahnt das Ministerium. Denn die kleinen Behausungen heizen sich in der Sonne auf. An extrem warmen Tagen gehören die Tiere an einen kühlen Ort im Haus oder in der Wohnung, mahnt die Behörde.

Auch größere Tiere, die nicht kurzfristig in die Wohnung gebracht werden können, sondern im Freiland gehalten werden, sind keine Ausnahme. Tierhalter, die Rinder, Schafe oder Pferde auf der Weide halten, sollten bei starker Sonneneinstrahlung für einen Unterstand und Zugang zu ausreichend Wasser sorgen, heißt es vom Ministerium. Bei Hitze nehme außerdem die Futtergrundlage auf der Weide ab und die Tiere müssen unter Umständen zugefüttert werden, teilt die Behörde weiter mit.

In der Nutztierhaltung reagiere besonders Geflügel sehr sensibel auf die hohen Temperaturen, vor allem in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. In Zusammenarbeit mit Tierhaltern, Geflügelfachtierärzten und Vertretern der niedersächsischen Veterinärbehörden hat das Ministerium Merkblätter „zur Vermeidung von Hitzestress bei Geflügel“ erarbeitet, die im Internet unter https://www.laves.niedersachsen.de/tiere/tierschutz/tierhaltung abrufbar sind.

Die Behörde rät dazu, die Fütterung zeitlich in die kühleren Abend- und Nachtstunden zu verlagern. Dies sei bei vielen Tierarten sinnvoll.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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