Nordenham Bei der Pleite der Bremer Greensill-Bank, gegen die am 16. März ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, geht es um Geldeinlagen in Höhe von etwa 3,4 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu den Privatsparern, die über einen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes abgesichert sind und ihr Geld zum größten Teil bereits zurückerhalten haben, müssen die Kommunen ihre bei Greensill eingelegten Beträge womöglich in den Wind schreiben. Das hängt damit zusammen, dass Städte und Gemeinden seit 2017 nicht mehr der Einlagensicherung bei Privatbanken unterliegen.

50 Kommunen

Insgesamt sind rund 50 Kommunen von dem Zusammenbruch der Bremer Privatbank betroffen. Für die Stadt Nordenham stehen 13,5 Millionen Euro auf dem Spiel. Ähnlich hoch ist die Greensill-Einlage der Stadt Osnabrück. Dem Land Thüringen droht sogar der Verlust von 50 Millionen Euro.

Etwa 30 Städte und Gemeinden – darunter Nordenham – haben sich mittlerweile zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um sich unterein­ander auszutauschen und juristisch gemeinsam vorzugehen. Nach Angaben des Nordenhamer Bürgermeisters Carsten Seyfarth ist angedacht, dass ein Anwaltsbüro die Interessen der Kommunen sowohl im Insolvenzverfahren als auch in haftungsrechtlichen Angelegenheiten vertritt.

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Haftungsfragen klären

Schadenersatzansprüche kommen unter anderem gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), die Finanzmakler, die Wirtschaftsprüfer und die Ratingagenturen in Betracht.

Die erste Gläubigerversammlung ist für Dienstag, 8. Juni, in Bremen terminiert. Fachleute gehen davon aus, dass sich das Insolvenzverfahren fünf bis zehn Jahre hinzieht. Zum Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Bremen den Frankfurter Anwalt Michael Frege ernannt. Er hat bereits Neckermann und das Bankhaus Lehman abgewickelt.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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