Nordenham Es ist ruhig in der Kleintierhalle am Weserstrand. Links und rechts an der Wand sitzen Kaninchen unterschiedlicher Art in Käfigen. Der Reihe nach holen die Züchter ihre besten Exemplare aus den Käfigen. Drei Punktrichter, die im vorderen Bereich der Halle ihre Tische haben, bewerten die Jungtiere nach äußeren Merkmalen.

Bei der diesjährigen Jungtierschau des Rassekaninchenzüchter-Kreisverbandes Wesermarsch, die an diesem Wochenende in Nordenham stattfindet, sind 206 Tiere dabei. „Im letzten Jahr waren es 139, es geht also bergauf“, sagt Punktrichter Rolf Frerichs.

Die Kaninchen von 25 Züchtern treten in dem Schönheitswettbewerb an. Bewertet wird je nach Rasse und Zuchtgruppe. Eine Zuchtgruppe besteht aus vier Kaninchen. Als Grundlage des Juryentscheids dient das Buch „Standard 2018“.

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Sechs Kategorien

In den sechs Kategorien Körperform, Fellhaar, Deckfarbe, Abzeichen, Unterfarbe und Pflegezustand werden Wertungen abgegeben. „Normalerweise geben wir hier Punkte von 0 bis 20, aber bei Jungtieren gibt es nur eine Prädikatsbewertung“, sagt Rolf Frerichs.

Rein Optisch unterscheiden sich die jungen Kaninchen sehr. Die Augenfarbe, die Fellfarbe oder die Ohren sind hierbei entscheidend. Die Rasse der Kleinschecken fällt besonders wegen ihrer weiß-schwarzen Farbkombination auf. Die sogenannten Dalmatiner-Rexe haben neben Schwarz und Weiß noch eine dritte Fellfarbe, meistens Braun-Gelb. Anders sieht es bei den Thüringer-Kaninchen aus, die ein braun-schwarzes Fell haben und der Farbe der Bergziegen ähneln.

Für die Züchter ist die Kaninchenschau eine Veranstaltung, um auf eine Zuchtgruppe aufmerksam zu machen. Vor allem die Preisvergabe gilt als ein wichtiges Markenzeichen innerhalb der Kaninchenzucht. „Durch eine gute Bewertung bei der Jungtierschau des Kreises Wesermarsch können bestimmt neue Käufer angelockt werden“, sagt Dieter Bittermann, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Wesermarsch.

Drei Erstaussteller

Diesmal sind drei Erstaussteller mit dabei. Für den 2. Vorsitzenden ist es enorm wichtig, junge Leute für die Kaninchenzucht zu begeistern. „Wir haben ein Nachwuchsproblem“, sagt Dieter Bittermann. Er bekräftigt, dass jedes neue Mitglied durch einen erfahrenen Kaninchenzüchter beraten werde.

Ganz ohne Aufwand sei die Kaninchenzucht jedoch nicht möglich. „Anfangs muss man vielleicht noch etwas mehr im Kaninchenstall arbeiten. Später reduziert sich der Aufwand jedoch“, sagt der Vize-Vorsitzende. Die Kaninchenschau findet an zwei Tagen statt. An diesem Freitag, 12. Juli, können sich die Besucher in der Weser-Kleintierhalle an der Strandhalle 14 die Jungtiere von 17 bis 20 Uhr ansehen. Ab 19 Uhr findet dann die Siegerehrung statt. Als Preise werden Futter, Pokale und Geldprämien vergeben. Am Samstag, 13. Juli, ist die Ausstellung von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 1 Euro.

Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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